Norcom Kursrutsch trotz guter Ergebnisse

Trotz guter Zahlen steht das Hightech-Unternehmen an der Börse unter Druck. Der Kursrückgang ist Händlern zufolge unverständlich. Die Aktien seien derzeit "stark unterbewertet".

Frankfurt am Main - Die Norcom-Aktien sind am Montag nach der Veröffentlichung vorläufiger Neun-Monats-Zahlen unter Druck geraten. Bis zum frühen Abend verloren die Aktien des am Neuen Markt gelisteten Münchner E-Security und E-Business Unternehmens mehr als zwölf Prozent auf 39,20 Euro.

Im Tagesverlauf schwankten die Papiere bei nervösem Handel und hohen Umsätzen zwischen 35,50 und 44,50 Euro.

Die Marktreaktion sei einem Münchner Händler zufolge unverständlich, da Norcom sehr gute Ergebnisse vorgelegt habe. Beispielsweise habe eine Analystin mit der Bestätigung ihrer Kaufempfehlung auf die Unternehmensmeldung reagiert, da die Geschäftszahlen ein dynamischeres Umsatzwachstum als zuvor zeigten.

Demnach seien die Aktien derzeit "stark unterbewertet", zitierte der Händler die Analystin. Dennoch sei - wie auch bei dem Neuer-Markt-Wert Singulus - schwer nachvollziehbares Verkaufsinteresse aufgekommen. Dabei sei ein institutioneller Investor als Verkäufer zu sehen, während private kauften.

Norcom hatte am Morgen für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres ein Umsatzplus von rund 180 Prozent im Jahresvergleich auf mehr als 24 Millionen Euro gemeldet.

Zudem habe sich Norcom mit 17,9 Prozent an dem norwegischen Jungunternehmen CognIT beteiligt. Damit soll die Produktpalette der Münchner um eine neue Suchmaschine im Internet ergänzt werden.