Analysten Empfehlungen am Nachmittag

Sal Oppenheim empfiehlt Schering zum Kauf. Die Bankgesellschaft Berlin hat die Commerzbank von "Akkumulieren" auf "Halten" herabgestuft. Merck Finck hat Volkswagen auf "Outperformer" hochgestuft.

Frankfurt am Main - Nach der Vorlage der Zahlen des Berliner Pharmakonzerns Schering (717 200) für das dritte Quartal bewertet Sal. Oppenheim die Aktie weiter mit "Kaufen". Als Kursziel für die Schering-Aktie nennen die zuständigen Analysten 78 Euro (aktuell 66 Euro).

Die Umsatzzahlen des Unternehmens hätten den Erwartungen entsprochen. Das Ergebnis lag dagegen nach Angaben von Sal. Oppenheim etwas unter den Erwartungen. Das sei aber nicht so dramatisch. Die Perspektiven für die Zukunft seien unverändert positiv.

(Chart / Firmenprofil)

Commerzbank: Ertragseinbruch bei BRE / "Halten" (BGB)

Die Bankgesellschaft Berlin (BGB) hat die Aktien der Commerzbank (803 200) von "Akkumulieren" auf "Halten" herabgestuft. In einer am Montag in Frankfurt veröffentlichten Studie nannten sie als Auslöser für ihre Bewertung eine Herunterstufung der Commerzbank durch die Rating-Agentur Moody's von "Stabil" auf "Negativ" und einen Ertragseinbruch bei der polnischen Banktochter BRE.

Bei BRE habe es im dritten Quartal einen durch das Provisionsgeschäft getriebenen Ertragseinbruch gegeben. Der Neunmonats-Gewinn sei dadurch von 174 Millionen Euro im Vorjahr auf 76 Millionen Euro zurückgegangen. Das werde auch das Konzernergebnis der Commerzbank belasten.

Im Prinzip würden zwar die Vertriebsvereinbarungen mit dem italienischen Versicherer Generali und der AMB das Ergebnis der Commerzbank nachhaltig verbessern, für eine positive Auswirkung auf den Kurs sei es jedoch zu früh. Der Aktienkurs werde stattdessen vor allem durch die Geschäftszahlen für das dritte und vierte Quartal beeinflusst, und diese würden eher auf den Kurs drücken.

(Chart / Firmenprofil)

Volkswagen: Auf Rekordwegen / "Outperformer" (Merck Finck)

Merck Finck hat die Volkswagen-Aktie (766 403) von "Marketperformer" auf "Outperformer" hochgestuft. Wie die Bank mitteilte, wird Volkswagen hinsichtlich der Erträge und des Gewinns einen neuen Jahresrekord erzielen.

Der Automobilhersteller habe die Konsens-Schätzungen der Analysten und die Erwartungen von Merck Finck für das dritte Quartal und die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2000 übertroffen: Die Erträge seien um 13,9 Prozent auf 64,1 Milliarden Euro gestiegen. Das sei zu 25 Prozent auf die Schwäche des Euros zurückzuführen und zu je einem Drittel auf das Verkaufsvolumen und die breite Angebotspalette.

Auf dem heimischen Markt habe der Automobil-Hersteller zehn Prozent verloren, was aber durch den schwachen Euro und die starke Nachfrage auf dem US-amerikanischen Markt mehr als ausgeglichen wurde. Auch die leichte, aber anhaltende Markterholung in Südafrika konnte zum Ausgleich beitragen.

Die weltweiten Lieferungen seien um 3,1 Prozent auf 3,815 Millionen Stück gestiegen, während sie auf dem Heimatmarkt um 11,3 Prozent auf 718.000 Stück gefallen seien. Der Rückgang in Deutschland sei auch auf die gestiegenen Benzinpreise und den ungewöhnlich großen Gebrauchtwagen-Markt zurückzuführen.

(Chart / Firmenprofil)