Bundestag Prüft rechtliche Schritte gegen PC-Spiel-Firma

In dem Computerspiel "Invasion Deutschland" besetzen Monster den Plenarsaal des Deutschen Bundestages. Das findet die Bundestagsverwaltung gar nicht witzig. Sie prüft jetzt rechtliche Schritte gegen den Spiele-Hersteller Davilex Software.

Berlin - Besonders dass Davilex Software den Plenarsaal ohne Erlaubnis gefilmt hat, stößt auf das Missfallen der Bundestagsverwaltung. Für das Spiel war das Gebäude auf Video aufgenommen worden. Dabei erscheinen sie beim Spiel auf dem PC als dreidimensionale Animation. Hans Hotter, Sprecher der Bundestagsverwaltung: "Das ist geschmacklos. Wir würden das nie zulassen." Davilex-Sprecher Alexander Vesely sagte, er halte das Spiel für juristisch einwandfrei.

In "Invasion Deutschland" muss der Spieler die besetzten Gebäude aus der Gewalt der Monster befreien, indem er diese abschießt. "Es ist nicht brutal, deswegen kann sich keiner aufregen", sagte Vesely. Es kämen weder Menschen vor, noch werde Blut vergossen. "Man verteidigt das Vaterland gegen die Monster."

Kölner Dom-Verwaltung hat keine Probleme mit Spiel

Bereits früher habe Davilex für das Spiel "Autobahnraser" Autobahnabschnitte gefilmt. Dies habe auch niemanden gestört. Hotter argumentierte dagegen, Filmaufnahmen im Parlament seien nur für die politische Berichterstattung erlaubt.

Die Verwaltung des ebenfalls aufgenommenen Kölner Doms sieht keinen Anlass für rechtliche Schritte. Man könne nicht jeden juristisch verfolgen, der dort filme, sagte der stellvertretende Dombaumeister, Bernd Billecke. Weitere Schauplätze von "Invasion Deutschland" sind das Brandenburger Tor in Berlin sowie das Rathaus und das Hofbräuhaus in München. Das Spiel soll am 9. November auf den Markt kommen.