Camelot Schwache Erstnotiz am Neuen Markt

Der Callcenter-Dienstleister hat mit einer mäßigen Neuemission enttäuscht. Zeichnungsgewinne blieben aus. Händler warten statt dessen auf die "Aktie Gelb".

Frankfurt am Main - Camelot sind am Montag am Neuen Markt unverändert im Vergleich zum Ausgabepreis bei 8,50 Euro gestartet. Die Erstnotiz des Münchner Betreibers von Callcenter-Lösungen war gleichzeitig der bisherige Tiefstkurs, in der Folge wurden bis zu 9,44 Euro in Frankfurt bezahlt

Wie ein Händler von Lang & Schwarz erklärte, liegt der Fokus des Marktes derzeit auf anderen Faktoren. Es stelle sich die Frage, ob die Börsen in dieser Woche die Wende schaffen werden. Bei den Neuemissionen liege das Interesse derzeit auf der "Aktie Gelb". Außerdem stelle sich die Frage, ob die Geschäftsidee von Camelot tatsächlich so interessant sei.

Camelot entwickelt und realisiert Kommunikationskonzepte als Outsourcing-Dienstleister. Dazu gehören etwa die Beantwortung von E-Mails und Post oder die Abwicklung von Telefonaten.

Als Referenzkunden nannten die Münchner unter anderem Compaq und Debitel. Im Geschäftsjahr 1999 setzte das Unternehmen mit 5,7 MiIllionen Euro 130 Prozent mehr um als im Jahr zuvor. Für das laufende Geschäftsjahr wird ein Umsatz von 15,3 Millionen Euro erwartet - bei einem geplanten Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 1,8 Millionen Euro ohne IPO-Kosten.