Schering Zweistellige Ertragssteigerung

Konzernchef Giuseppe Vita schraubt seine Erwartungen für Umsatz und Ergebnis hoch. Der schwache Euro beflügelt das Geschäft des Pharmakonzerns. Die Börse allerdings lässt das kalt.

Berli - Vita erwartet für das laufende Jahr eine Steigerung des Umsatzes um 23 Prozent statt bislang 20 Prozent. Der Gewinn werde noch einen etwas höheren Zuwachs erreichen, teilte er zusammen mit Finanzvorstand Klaus Pohle am Montag mit. Der Berliner Pharmariese profitiert wie die gesamte Chemiebranche vom schwachen Euro. Für 2001 allerdings werde weiterhin von einer zweistelligen Ertragssteigerung ausgegangen.

Pohle sagte, besonders herausragend sei die Umsatzentwicklung von 39 Prozent auf 750 Millionen Euro in den USA und die weiterhin gute Entwicklung des umsatzstärksten Produktes Betaferon. Das Multiple Sklerose-Medikament legte um 33 Prozent auf 440 Millionen Euro zu. Das Plus in den USA verdanke das Pharmaunternehmen vor allem dem schwachen Euro.

Umsatzwachstum auch in Europa

In Japan kletterte der Umsatz 48 Prozent auf 477 Millionen Euro. Dabei spielten neben dem eigenen Wachstum die Integration der Tochtergesellschaft Mitsui und der starke Yen eine Rolle. In Europa wurden 1,51 Milliarden Euro umgesetzt, was einen Anstieg von 14 Prozent bedeutet. In Lateinamerika und Kanada legte der Umsatz um 29 Prozent auf 345 Millionen Euro zu bei einem Mengenwachstum von 14 Prozent.

Vita, der am 26. April 2001 von dem 57-jährigen Hubertus Erlen abgelöst wird, zeigt sich rundherum zufrieden mit den Zahlen. Die Börse beeindruckte das allerdings nicht. Die Aktie verbilligte sich im Tagesverlauf zunächst, bevor sich das Papier mittags wieder in die Plus-Zone drehte.

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