Analysten Empfehlungen vom Vormittag

Die Schmidt Bank hält den Börsenneuling Oti für unterbewertet. Goldman Sachs sieht die Münchner Rück auf 248 Euro steigen. Teles wäre günstig, wenn die Firma ihre Erfolge besser verkünden würde. Mobilcom gilt als teuer.

Aufgrund der "guten" Auftragslage des Unternehmens empfehlen die Analysten der Schmidt Bank die Aktie von Oti zum Kauf. Der Produzent kontaktloser Smartcards aus Israel notiert seit Ende August am Neuen Markt. Die Gewinnprognose für 1999/2000 lautet -0,07/0,21 Euro. Begründet wird die positive Einschätzung mit der aktuellen Bewertung von Oti. Derzeit notiere der Wert noch immer unter dem Emissionspreis von 8,50 Euro und reflektiere damit nicht die positiven Aussichten des Unternehmens.

Münchener Rück: Kursziel 248 Euro (Goldman Sachs)

Die 1998er Ergebnisse der Münchener Rück auf IAS-Basis beleuchten laut Goldman Sachs Ertragskraft und Kapitalstärke des Konzerns. Die Zahlen hätten die Erwartungen getroffen bis übertroffen, heißt es in einer Einschätzung. Nach dem jüngsten Kursrückgang sei der Titel, auch mit BLick auf die günstigeren Aussichten ab dem kommenden Jahr, "sehr attraktiv bewertet". Der Kurs könnte auf Sicht von zwölf Monaten auf 248 Euro (aktuell: rund 210 Euro) steigen, so die Analysten.

Teles: Günstig bewertet/"Marktneutral" (IR)

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 17 auf Basis 2000 sind Teles nach Ansicht der Analysten von Independent Research (IR) günstig bewertet. Trotzdem lautet die Einstufung lediglich auf "Marktneutral". Die Gewinnprognose für 1999/2000 lautet unverändert auf 0,97/1,66 Euro. Der Grund: Bislang sei es Teles nicht gelungen, die eigenen Erfolge und die Zukunftspotenziale deutlich zu machen. Zu frühe Ankündigungen von Akquisitionen sowie eine unklare Finanzberichterstattung hätten vielmehr die Transparenz beeinträchtigt. Zudem sei Teles im Vergleich zu den Konkurrenten, den Branchengrössen Alcatel, Cisco und Siemens, zu klein. Allerdings erwarten die Analysten, dass es im vierten Quartal 1999 zu einer deutlichen Wachstumsbeschleunigung kommen dürfte. Sollte Teles diese Tatsache auch unter den Investoren bekannt machen können, dürfte eine deutliche Kurssteigerung folgen.

Mobilcom: "Marktneutral" (Merck Finck)

Trotz des erfolgreichen Börsengangs der Tochter Freenet ist Mobilcom für Merck Finck & Co. nur Marktperformer. Insgesamt fällt der Internetbereich mit 5 Millionen Euro Umsatz bei einem Gesamtumsatz des Konzerns von 1,1 Milliarden kaum ins Gewicht. Daran dürfte auch die zu erwartenden starken Wachstumsraten wenig ändern. Als Schwachpunkt bezeichnen die Analysten, dass Mobilcom über kein eigenes Festnetz im Mobilfunkbereich verfügt. Die derzeitige Strategie versucht, Festnetz-Kunden über Preselektion-Verträge zu binden. Phantasie dürfte die Aktie erst erhalten, wenn das Unternehmen eine klarere Strategie eingehe oder eine Akquisition tätigt. Ohne Zukäufe wird der Gewinn je Aktie für 1999 auf 1,61 Euro geschätzt, für 2000 auf 2,25 Euro.

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