Klöckner & Co. Kursrutsch nach Gewinnwarnung

Nachdem der Stahlkonzern Klöckner & Co. eine Gewinnwarnung herausgegeben hat, brechen die Aktien des Hauses um ein gutes Viertel ein. Vor allem die Margenentwicklung sei enttäuschend, urteilen Analysten.

Duisburg - Die Aktie des Stahl- und Metallhändlers Klöckner & Co.  ist am Dienstagmorgen nach einer Gewinnwarnung um 23,15 Prozent auf 37,64 Euro eingebrochen. Das Duisburger Unternehmen hatte am Montagabend angekündigt, dass das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) 2007 um rund 10 Prozent unter dem Wert des Vorjahres von 395 Millionen Euro liegen werde.

Grund sei die unbefriedigende Entwicklung einiger Stahlpreise im dritten Quartal, insbesondere bei Edelstahl. Händler werteten die Warnung als "massiv" - die neuen Prognosen lägen rund zwanzig Prozent unter den Analystenprognosen. Dabei sei vor allem die Margenentwicklung sehr enttäuschend.

Allerdings habe es bereits eine Vorwarnung gegeben, nachdem am vergangenen Freitag der schwedischen Wettbewerber BE Group gewarnt hatte und für Kursabschläge bei Klöckner sorgte. Die Deutsche Bank stufte entsprechend die Aktien von Klöckner & Co. von "Buy" auf "Hold" ab und nahm ihr Kursziel von 64 auf 47 Euro zurück. Auch nach Ansicht vom Bankhaus Lampe ist die Anlagestory "mehr als angekratzt". JP Morgan hat das Kursziel der Papiere nach der Gewinnwarnung von 66 auf 52 Euro gesenkt, es allerdings mit "Kaufen" bestätigt.

Die Warnung sei gänzlich überraschend gekommen und kratze das Bild des Unternehmens stark an, schrieb Analyst Gordon Schönell in einer Studie von Dienstag. Schönell betrachtet das Unternehmen als weiterhin gut aufgestellt - es müsse aber in Zukunft solche Margenschwankungen früher erkennen.

manager-magazin.de mit Material von ddp, dpa und reuers