Aktien-Check "Telekom in Europa erste Wahl"

Die Analysten von Credit Suisse First Boston halten die T-Aktie für attraktiv. Für sie ist der Titel ein klarer "Outperformer". Die Experten von J.P. Morgan sehen die Deutsche Telekom unter den europäischen Telekom-Konzernen als erste Wahl.

Hamburg - Bei der Deutschen Telekom  stehen nach Ansicht von Credit Suisse First Boston (CSFB) Umsatzwachstum und Margen-Verbesserung im richtigen Verhältnis. Die Analysten sind nach einem Treffen mit dem Finanzvorstand der Telekom zu diesem Schluss gekommen, hieß es am Montag.

Der Finanzvorstand habe Aussagen zum Umsatz, zum US-Mobilfunkmarkt und dem Einsatz des Free-Cash-Flow bekräftigt. Auf Basis des Free-Cash-Flow für 2004 verzeichne die Aktie im Sektorvergleich einen Abschlag.

Vor diesem Hintergrund haben die Analysten von Credit Suisse First Boston ihre Einstufung für die T-Aktie mit "Outperform" bestätigt. Die Bewertung des Titels sei attraktiv, heißt es in der Studie vom Montag. Als Kursziel nannten die Experten 15,00 Euro. Am Montagnachmittag notierte die Aktie bei 13,55 Euro.

J.P. Morgan: Telekom bleibt in Europa erste Wahl

Vor wenigen Tagen erst hatten die Analysten von J.P. Morgan erklärt, die Telekom bleibe für sie erste Wahl unter den etablierten europäischen Telekomunternehmen. In der Klasse biete die Deutsche Telekom das beste Ertragswachstum, schrieben die Experten am vergangenen Dienstag.

Die Prognose des Unternehmens für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (Ebitda) in 2004 mit mindestens 19,2 Milliarden Euro haben die Experten dabei als sehr konservativ bezeichnet. Die Analysten rieten den Investoren, die Aktie überzugewichten und erhöhten den "fairen Wert" des Titels auf 15,70 Euro.

Die Telekom hatte am vorletzten Donnerstag, 13. November, ihren Bericht für das dritte Quartal vorgelegt und die Erwartungen der Märkte geschlagen. Zur Überraschung vieler Marktteilnehmer konnte der Konzern seine Schulden stark reduziert. Vorstandschef Ricke hatte zudem seine "feste Absicht" bekräftigt, für 2004 wieder eine Dividende zahlen zu wollen.

Dabei hatte die Mobilfunktochter T-Mobile im dritten Quartal mit einem Ebitda von rund 1,75 Milliarden Euro den bislang höchsten Wert in diesem Jahr ausgewiesen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum war dies ein Plus von 35 Prozent. Wesentlicher Ergebnisträger sei dabei das Deutschlandgeschäft gewesen.

Mobilfunkbranche: Morgan Stanley sieht Vodafone vorn

Unterdessen hat an diesem Montag die Investmentbank Morgan Stanley die europäische Mobilfunkbranche mit "In-Line" bestätigt. Im TMT-Sektor seien die Telekomwerte am "wenigsten teuer", heißt es in der Analyse. Als "Key Pick" sehen sie in diesem Segment allerdings die Aktie von Vodafone , die sie mit "Übergewichten" bestätigt haben. Die Experten begründen ihre Empfehlung mit der verbesserten Zusammenarbeit zwischen Vodafone und Vivendi Universal und die erhöhte Kontrolle des Investitionsaufwands.

Die Analysten stuften indes MMO2  mit "Equal-Weight" ein. Zwar habe das Unternehmen auf der TMT-Konferenz eine optimistisch stimmende Präsentation vorgelegt. Allerdings dürfte der Wettbewerb im kommenden Jahr härter werden. Die Aktie von Telecom Italia Mobile  (TIM) bewerten die Experten ebenfalls mit "Equal-Weight". Der Konzern sei operativ weiterhin stark aufgestellt.

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