Aktien-Check Siemens sieht Wende im Festnetzgeschäft

Der Verlustbringer ICN soll noch in diesem Geschäftsjahr in die Gewinnzone zurück. Der Umbau der Netzwerksparte führt schneller zum Erfolg als von vielen erwartet. Mit dem positiven Ausblick für ICN steigen auch die Chancen für die Siemens-Aktie.

Hamburg - Die Analysten der HypoVereinsbank bewerten die Aktie von Siemens  (723610) als "Outperformer" und setzen ein Kursziel von 62 Euro (aktuell 57,50 Euro). Siemens-Vorstandschef Heinrich von Pierer zeigte sich zuversichtlich, dass die zuletzt defizitäre Netzwerksparte ICN im bis Ende September laufenden Schlussquartal des Geschäftsjahres operativ einen kleinen Gewinn ausweisen werde. Wie seine Wettbewerber bleibe auch Siemens unter dem Einfluss der trüben Marksituation. Die Analysten der HVB gehen aber davon aus, dass ICN in Zukunft von den Restrukturierungsmaßnahmen profitieren werde.

Von Pierer greift direkt ein

Auch die Analysten von Merck Finck sind zuversichtlich und raten Anlegern, die Aktie von Siemens zu kaufen. Zwar habe ICN-Chef Ganswindt einen nur verhaltenen Ausblick für 2004 gegeben, doch die Sparte werde auch in einem schwachen Markt Marktanteile gewinnen können. Die Analysten von Merck Finck rechnen damit, dass Vorstandschef von Pierer, der vom 1. Oktober an vorübergehend die Verantwortung für ICN übernehme, an einer umfassenden Lösung für die Abteilung arbeite.

Lediglich als "Marketperformer" sehen die Analysten der LBBW die Siemens-Aktie. Der strikte Sparkurs sowie die umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen hätten offenbar schnell gefruchtet, so die Analysten. Kurzfristig könnte sich die Aktie überdurchschnittlich entwickeln, doch auf längere Sicht dürfte die Schwäche im Kraftwerksgeschäft die Entwicklung der Aktie bremsen. Das Kursziel bleibe bei 60 Euro.

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