Aktientipps Telekom, Cisco und HP im Fokus

Wegen guter Wachstumsperspektives setzt HSBC Trinkaus und Burkhardt ein ambitioniertes Kursziel für die Telekom. Dagegen stuft die Deutsche Bank den Netzwerkausrüster Cisco herab, und Merrill Lynch sorgt sich trotz guter Zahlen um Hewlett Packard.

Die Analysten der Deutschen Bank haben die Aktie des US-Netzwerkausrüsters Cisco Systems  von "Kaufen" auf "Halten" herabgestuft. Das Wachstumspotenzial sei begrenzt und setze steigende Konsumausgaben im IT-Bereich voraus. Dafür gebe es aber keine stabilen Anzeichen, wie es in einer am Mittwoch in New York vorgelegten Analyse hieß. Daher überwiegt die Skepsis für eine Erholung in diesem Jahr Außerdem seien die derzeitigen Gewinnmargen langfristig nicht zu halten. Cisco habe auf diesem Gebiet zwar große Fortschritte erzielt, sei aber auch hier abhängig von der Nachfrage. Entsprechend attestierten die US-Experten der Deutschen Bank der Aktie über das Kursziel von 17 Dollar hinaus kaum noch Potenzial.

Deutsche Telekom: Kursziel 15 Euro / "Kauf" (HSBC)

Die Analysten von HSBC Trinkaus und Burkhardt empfehlen die Aktie der Deutschen Telekom  weiterhin zum Kauf und bestätigen ihr Kursziel von 15 Euro. Sie sind der Meinung, dass die Deutsche Telekom wegen der besseren Wachstumsperspektiven einen Aufschlag gegenüber dem Sektor verdiene.

Das Unternehmen habe einen realistischen Plan zum Schuldenabbau vorgelegt und ehrgeizige Ziele für die operative Restrukturierung in den kommenden drei Jahren gesetzt. Die Gewinnschätzung je Aktie für das Jahr 2003 bleibe bei 0,62 Euro.

Hewlett Packard: Druck durch Dell und IBM / "Neutral" (Merrill Lynch)

Die Analysten der US-Investmentbank Merrill Lynch haben die Aktie des Computerkonzerns Hewlett-Packard (HP) nach Vorlage der Zahlen mit "Neutral" bestätigt. Man sei mit den Zahlen zufrieden, blicke aber verhalten in die Zukunft, heißt es in einer Studie von Merrill Lynch. Der Umsatz habe mit 18 Milliarden US-Dollar die Erwartungen übertroffen. Auch mit dem Gewinn je Aktie von 0,29 Dollar habe der Konzern mehr als sein Soll erfüllt.

Trotz der guten Daten und des recht niedrigen Kursniveaus der Aktie sehen die Analysten jedoch nur begrenztes Aufwärtspotenzial. Um einen deutlichen Schub nach oben zu rechtfertigen, seien höhere Ausgaben im Bereich IT notwendig. Zudem werde erwartet, dass HP im PC-Geschäft, beim Betriebssystem Unix und den Lagerbeständen Anteile an die Konkurrenz abgeben muss. "Die meisten Nutzer gehen mit uns davon aus, dass HP zwischen IBM und Dell zerdrückt wird", schreiben die Analysten.

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