Aktientipps LBBW stuft die Tui-Aktie auf "Verkaufen" herab

Die Landesbank Baden-Württemberg empfiehlt Anlegern, die Aktie des Touristikkonzerns Tui zu verkaufen. Merrill Lynch hat die Gewinnprognosen für die französische Bank Societe Generale gesenkt.

Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hat die Aktie des Reiseunternehmens Tui  von "Halten" auf "Verkaufen" herabgestuft. Die Touristikbranche sehe sich beinahe wöchentlich mit negativen Nachrichten konfrontiert, heißt es in der Analyse vom Dienstag. So lägen die Buchungszahlen weiterhin zweistellig hinter den schon schwachen Vorjahreswerten zurück.

Selbst eine Erholung in den kommenden Sommermonaten werde die Einbußen kaum ausgleichen, so dass sich auch 2003 zu einem schwierigen Jahr für die Reisebranche entwickeln dürfte. Zwar seien die Reaktionen von Tui auf die neuen Trends grundsätzlich positiv zu bewerten. Allerdings bergen laut Studie einzelne Initiativen, wie die neue Marke "Discount-Travel", nicht unerhebliche Risiken in sich. Zudem befinde sich die Verschuldung noch auf einem relativ hohen Niveau.

Mit "Verkaufen" bewertet die LBBW eine Aktie, wenn sie aus Sicht der Analysten allgemein ein negatives Kurspotenzial für die nächsten sechs Monate besitzt.

Societe Generale: Gewinnprognose gesenkt / "Verkaufen" (Merrill Lynch)

Das US-Investmenthaus Merrill Lynch hat seine Gewinnprognosen für die französische Großbank Societe Generale (SocGen)  gesenkt und die Aktie von "Neutral" auf "Verkaufen" herabgestuft. Es gebe eine Reihe von Bedenken hinsichtlich der Bewertung der Papiere, der Positionierung der Bank und des unklaren Ausblicks, teilten die Analysten in ihrer am Dienstag in London vorgelegten Studie mit.

Die Experten senkten ihre Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie (EPS) in diesem Jahr um 10,1 Prozent auf 3,88 Euro und in 2004 um 14,3 Prozent auf 4,13 Euro. Vor diesem Hintergrund sei SocGen derzeit "mehr als fair" bewertet. Die Aktien würden derzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13,9 auf der Basis der Schätzung für 2003 gehandelt. Den Theoretischen Fairen Wert (TFV) bezifferten die Analysten auf 41 Euro pro Aktie, was einen potenziellen Kursabschlag von mehr als 23 Prozent bedeute.

Im Gegensatz zu anderen französischen Banken sei die Zukunft einiger SocGen-Sparten, die das Kurs-Gewinn-Verhältnis stärken, sehr schwer einzuschätzen. Die Ergebnisentwicklung im internationalen Kundengeschäft, vor allem in Osteuropa und anderen aufstrebenden Märkten, sei nicht so leicht vorhersagbar wie bei BNP Paribas  und CreditAgricole. Außerdem sei die Sparte Vermögensverwaltung "plötzlich zusammengebrochen".

Gleichzeitig scheine die Luft aus dem Privatkundengeschäft in Frankreich, dem "größten Stolz der Bank", heraus zu sein. Es werde für SocGen schwer werden, sich zwischen BNP Paribas und der fusionierten CreditAgricole-CreditLyonnais zu positionieren.

Die Einstufung "Verkaufen" bedeutet bei Merrill Lynch, dass der Titel ein (hohes) Rückschlagpotenzial hat und mit einem negativen Gesamtertrag (Dividende plus Kurs) zu rechnen ist.

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