Aktientipps Absatzschwäche bei DaimlerChrysler

Die Analysten der Helaba Trust haben die DaimlerChrysler-Aktie heruntergestuft. Die WGZ-Bank empfiehlt Anlegern die Aktie der BNP Paribas. Die CSFB hat das Rating für Kudelski zurückgenommen.

Die Analysten der Helaba Trust haben die Aktie von DaimlerChrysler  auf "Untergewichten" heruntergestuft. Zur Erklärung verwiesen die Wertpapierexperten auf die jüngsten Indikatoren aus den USA, die auf eine nachlassende Fahrzeug-Nachfrage hindeuten würden. Die Chrysler-Lagerbestände bei den Autohändlern seien im Oktober sprunghaft angestiegen und dürften zu einer Produktionsverlangsamung in den kommenden Monaten führen.

Das ursprünglich in Aussicht gestellte Tempo der Margenverbesserung bei Chrysler sollte sich angesichts des von den Analysten unterstellten Absatzrückgang von fünf Prozent in 2003 deutlich verlangsamen. Gleichzeitig seien vom westeuropäischen Automarkt keine nennenswerten Impulse zu erwarten. Auch im Nutzfahrzeuggeschäft fehlten bislang aufwärtsgerichtete Signale. Vor diesem Hintergrund trauen die Helaba-Experten dem Titel trotz der vergleichsweise moderaten Bewertung derzeit nur eine unterdurchschnittliche Kursperformance zu und empfehlen eine Untergewichtung.

BNP Paribas: Auf Expansionskurs / "Kaufen" (WGZ-Bank)

Die WGZ-Bank sieht in der Aktie der BNP Paribas einen "Kauf". Der Finanzkonzern nutze die komfortable Liquidität und Kapitalkraft, um im Konzentrationsprozess des französischen Bankensektors den dominierenden Part zu übernehmen, hieß es in der am Montag veröffentlichten Studie.

Für rund 2,2 Milliarden Euro wurde dieses Wochenende im Rahmen einer Auktion (Veräußerer ist der französische Staat) ein Anteil von fast elf Prozent an dem bedeutenden Wettbewerber Crédit Lyonnais erworben. Nicht zum Zuge kam die bisherige Großaktionärin, die genossenschaftliche Gruppe des Crédit Agricole, die den Analysten zufolge ebenfalls um größeren Einfluss in der veränderten Wettbewerbslandschaft ringt. Nach Angabe des französischen Wirtschaftsministeriums lag der von BNP gebotene Preis von 58 Euro je Aktie erheblich höher als die übrigen Angebote.

Damit sei die Übernahme nicht als preiswert einzustufen, schrieben die Analysten. Jedoch könne die BNP Paribas unter dem Management von Michel Pébereau auf eine überzeugende Historie von Zusammenschlüssen und Übernahmen zurückblicken, so dass für die BNP mittelfristig gute Chancen bestünden, die ohnehin schon günstige Wettbewerbsposition nachhaltig zu stärken.

Kudelski: Kursziel 23 Schweizer Franken / "Underperform" (CSFB)

Die Analysten der Credit Suisse First Boston haben die Aktien von Kudelski  von zuvor "Neutral" auf "Underperformer" zurückgestuft. Als Kursziel nannten die Analysten in einer am Montag in Zürich veröffentlichten Studie 23 Schweizer Franken (aktuell 28 Schweizer Franken in Zürich, 20 Euro in Frankfurt).

Nach der kräftigen Kurserholung seit Mitte November sei das Potenzial für die Anteilsscheine des Elektronikanbieters auf Grund der jüngsten Restrukturierung ausgeschöpft, heißt es zur Begründung. Zudem hätten sich die wirtschaftlichen Gegebenheiten im Digital-TV Markt im dritten Quartal weiter verschlechtert.