Aktientipps Gute Noten für Telekom und DaimlerChrysler

JP Morgan hat die T-Aktie auf "Übergewichten" hochgestuft. Die SEB empfiehlt DaimlerChrysler als "Strong Buy". Das Bankhaus Metzler rät Anlegern, die Aktie der HypoVereinsbank zu verkaufen.

Das Investmenthaus JP Morgan hat die Aktie der Deutschen Telekom  von "Neutral" auf "Übergewichten" hochgestuft. Als fairen Wert für den Titel gaben die Experten in einer am Donnerstag veröffentlichten Analyse 14,7 Euro (aktuelle 10,8 Euro) an. Die Hochstufung begründete JP Morgan mit einem attraktiven Cash Flow.

Die Analysten gehen davon aus, dass die Bonner am 14. November deutliche Kostensenkungen in Milliardenhöhe über den Zeitraum 2002 bis 2005 bekannt geben werden. Um die Schulden nachhaltig abzubauen, müsste jedoch nach Meinung der Experten das Tochterunternehmen VoiceStream verkauft werden. Die Deutsche Telekom habe nur wenig andere Möglichkeiten als den Verkauf, der die finanzielle Lage stabilisieren würde.

Mit der Einstufung "Übergewichten" gehen die Analysten von JP Morgan nach der hauseigenen Definition davon aus, dass sich die Aktie besser als der Branchendurchschnitt entwickeln wird.

DaimlerChrysler: Kursziel 58 Euro / "Strong Buy" (SEB)

Die Analysten der SEB haben die DaimlerChrysler-Aktie  nach Vorlage der Quartalszahlen mit dem Rating "Strong Buy" betätigt. Das Kursziel wurde mit 58 Euro (aktuell 36 Euro) angegeben.

Der deutsch-amerikanische Autohersteller habe nach einem überraschend gut verlaufenen dritten Quartal seine Gewinnprognose für 2002 zum dritten Mal angehoben, hieß es in der am Donnerstag veröffentlichten Studie. Trotz der gebotenen Zurückhaltung erwarte DaimlerChrysler 2002 nun einen um Einmaleffekte bereinigten operativen Gewinn von mehr als fünf Milliarden Euro. 4,7 Milliarden Euro hat DaimlerChrysler bereits nach neun Monaten erreicht. Die Planung sei trotz der Flaute auf den Automärkten aber realistisch. Allein im dritten Quartal habe sich das bereinigte operative Ergebnis deutlich auf 1,7 Milliarden Euro von knapp 700 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum erhöht. Es lag damit deutlich über dem obersten Rand der Prognosen von 1,27 Milliarden Euro.

Nach Ansicht der Analysten sind die vorgelegten Zahlen "sehr gut". Vor allem die Fortschritte beim US- Autobauer Chrysler und bei den Nutzfahrzeugen gäben weiter Anlass zur Hoffnung, dass die eingeleitete Ertragswende nachhaltigen Charakter habe. Die veröffentlichte Prognose hinsichtlich der Jahresendziele sei positiv zu werten.

DaimlerChrysler dürfte den SEB-Wertpapierexperten zufolge in der Lage sein, die ehemals angestrebten Ergebnisziele doch noch zu erreichen. Negativ zu werten sei, das die anhaltende Börsenkrise auch die Deckungslücke in den Pensionsverpflichtungen von DaimlerChrysler weiter vergrößert habe. Wenn die Märkte sich auf dem bisherigen Niveau weiter entwickelten, werde die Unterdeckung bis Ende des Jahres etwa 5,5 Milliarden Euro statt wie bisher erwartet vier Milliarden Euro betragen. Dies dürfte im kommenden Jahr das Ergebnis vor Steuern mit 400 bis 600 Millionen Euro belasten. Dies sollte jedoch der einzige Wermutstropfen sein, hieß es.

HypoVereinsbank: Kursziel zehn Euro / "Verkaufen" (Bankhaus Metzler)

Die Analysten vom Bankhaus Metzler haben die HypoVereinsbank-Aktie  nach Veröffentlichung der Geschäftszahlen mit "Verkaufen" eingestuft. Das Kursziel wurde mit zehn Euro (aktuell 13,40 Euro) angegeben.

In der Studie vom Donnerstag wiesen die Analysten darauf hin, dass sie ihre Prognosen massiv revidierten, da die vorgelegten Zahlen deutlich unter den Erwartungen gelegen hätten. Vor allem die Kreditrisikovorsorge, die zum zweiten Mal in diesem Jahr angehoben wurde, belaste.