Aktientipps Optimismus bei Daimler, Skepsis bei Schering

Eine Woche vor Bekanntgabe der Quartalszahlen traut die WGZ Bank dem Autobauer DaimlerChrysler einiges zu. Goldman Sachs ist bei Schering hingegen vorsichtig.

Die Analysten der WGZ-Bank empfehlen Anlegern weiterhin, Aktien des Autobauers DaimlerChrysler  (710 100) zu akkumulieren. DaimlerChrysler wird am Mittwoch, 23. Oktober, die Zahlen für das dritte Quartal vorlegen. Im Vorfeld hat sich der Konzern bereits optimistisch gezeigt. Die Analysten prognostizieren einen Umsatz von 37,5 Milliarden Euro sowie einen Operating Profit von 1.550 Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie dürfte auf 0,99 Euro steigen. Die Analysten erwarten, dass die Stuttgarter nahtlos an die positive Tendenz aus den Vorquartalen anknüpfen. Vor allem die guten Verkaufszahlen von Chrysler in den USA (drittes Quartal: +12 Prozent) und von Mercedes-Benz gäben Anlass zu Optimismus.

Schering: "Marketperformer" (Goldman Sachs)

Die Analysten von Goldman Sachs haben die Aktie des Pharmaunternehmens Schering  (717 200) von "Outperformer" auf "Marketperformer" heruntergestuft. Grund ist die vorläufige Ablehnung der US-Gesundheitsbehörde FDA für das Hormon-Ersatzpräparat Angeliq. Demzufolge habe sich die Gewinnschätzung pro Aktie für das Fiskaljahr 2002 um 4,5 Prozent respektive in 2003 um 8,7 Prozent verringert.

Vivendi: Poker mit Vodafone um Cegetel / "Akkumulieren" (WGZ Bank)

Die Analysten der WGZ-Bank behalten ihre Empfehlung "Akkumulieren" für die Aktie des französischen Medienkonzerns Vivendi Universal  (591 068) bei. Das Ringen um die Mehrheit am französischen Telekommunikationsunternehmen Cegetel entwickle sich zur Gretchenfrage. Das Bestreben von Vivendi, durch den Kauf der Anteile von SBC (15 Prozent) die Kontrolle über Cegetel zu gewinnen, wirke zunächst wie eine Reise in die Vergangenheit der Finanzakrobatik.

Anstatt das Angebot von Vodafone anzunehmen und den eigenen Anteil (44 Prozent) für 6,77 Milliarden Euro zu verkaufen, trete man selber als potentieller Käufer in Erscheinung. Vivendi sei im Fall eines Kaufs jedoch darauf angewiesen, die nötigen 2,6 Milliarden Euro vollständig aus dem Verkauf der eigenen Verlagssparte zu erzielen. Hinter dieser scheinbar fragwürdigen Handlungsweise von Vivendi könne sich das Bestreben verbergen, eine deutlich stärkere Verhandlungsposition gegenüber Vodafone zu erreichen, um letztendlich einen höheren Verkaufspreis für die eigenen Anteile zu erzielen.

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