Aktientipps Siemens und Swiss Re im Fokus

Die WGZ-Bank empfiehlt Siemens mit dem Rating "Akkumulieren". Merrill Lynch hat die Aktie der Swiss Re heraufgestuft. Lehman Brothers rät Anlegern, bei der Aktie von Palm abzuwarten.

Die Analysten der WGZ-Bank bewerten die Zukunft des Siemens-Konzerns (723 610) trotz schwieriger Rahmenbedingungen positiv. Dank des breit diversifiziertem Unternehmens-Portfolio wurde die Aktie mit dem Rating "Akkumulieren" bestätigt, das Kursziel mit 57 Euro (aktuell 35,5 Euro) angegeben.

Presseberichten zufolge habe Siemens Arbeitnehmervertretern mitgeteilt, dass in der Netzwerksparte ICN das vierte Quartal des Geschäftsjahres schlechter verlaufen sei als das dritte Quartal. Nach Ansicht der Analysten sei dies nicht überraschend und sollte den Kapitalmarkt nicht negativ beeinflussen. ICN bewege sich unverändert in einem äußerst schwierigen, schwachen Marktumfeld, hieß es in der Studie vom Dienstag. Ein Restrukturierungsprogramm wurde jedoch im Herbst 2001 lanciert und nochmals ausgeweitet.

Swiss Re: Geringe Abwärtsrisiken / "Neutral" (Merrill Lynch)

Die Analysten von Merrill Lynch haben ihre Anlageempfehlung für die Aktie der Swiss Re (852 246) von "Verkaufen" auf "Neutral" heraufgesetzt. Der Kurs der Aktie sei deutlich unter den von ihnen angenommenen "fairen Wert" von 109 Schweizer Franken (aktuell 72 Schweizer Franken) gefallen, begründeten sie den Schritt in einer am Dienstag vorgelegten Studie.

Es spreche nun einiges dafür, dass die Aktie auch weiterhin mit einem Abschlag gehandelt werde, urteilten die Aktienexperten. Genannt wurde der unsichere Ausblick für die Finanzdienstleistungssparte, die Möglichkeit einer Kapitalerhöhung und/oder einer Aktienplatzierung sowie Führungsfragen. "Allerdings können wir keine weiteren Abwärtsrisiken ausmachen", hieß es.

Gemäß ihrer Anlageempfehlung gehen die Experten davon aus, dass die Aktie in den kommenden zwölf Monaten einen Gesamtertrag (Kursgewinn plus Dividende) zwischen null und zehn Prozent abwerfen wird.

Palm: Anleger sollten abwarten / "Übergewichten" (Lehman Brothers)

Die Analysten von Lehman Brothers haben sich nach den Quartalszahlen des Taschencomputer-Herstellers Palm zurückhaltend zu der Aktie geäußert. "Obwohl die Bewertung attraktiv bleibt, weil Palm derzeit zum Buchwert - 0,75 Dollar - gehandelt wird, glauben wir, dass die Anleger abwarten sollten", hieß es in einer am Dienstag vorgelegten Studie. Sowohl die Anlageempfehlung "Übergewichten" als auch das Kursziel von fünf Dollar (aktuell 0,75 Dollar) wurde von Analyst Joseph To bestätigt.

Palm hatte für das erste Quartal (per 30. August) mit sechs Cent pro Aktie einen geringeren Pro-Forma-Verlust ausgewiesen als von Analysten befürchtet. Die Durchschnittsschätzung der von Thomson Financial/First Call befragten Aktienexperten hatte bei acht Cent gelegen. Im Vorjahresquartal hatte das Unternehmen ein Minus von sieben Cent eingefahren. Der Umsatz sank 214,3 Millionen auf 172,3 Millionen Dollar. Analysten hatten mit einem Umsatz von 177,69 Millionen Dollar gerechnet, das Unternehmen selbst mit 175 bis 185 Millionen Dollar.

Im laufenden Quartal rechnet To mit einem hohen Umsatzwachstum. Dafür werde unter anderem die Einführung eines neuen Betriebssystems sorgen. Zudem soll ein GPRS-fähiges Produkt eingeführt werden. Nach wie vor gebe es aber große Risiken bei der Umsetzung der Umstrukturierung des Unternehmens, die bislang planmäßig voranschreite. Gemäß ihrer Anlageempfehlung gehen die Analysten davon aus, dass die Aktie in den kommenden zwölf Monaten einen höheren Gesamtertrag (Kursgewinn plus Dividende) abwerfen wird als der Branchendurchschnitt.