Aktientipps HypoVereinsbank glaubt an Porsche

Die Analysten der HypoVereinsbank zeigen sich von Zahlen und Ausblick des Sportwagenherstellers Porsche beeindruckt. Helaba Trust rät dagegen bei MAN zur Vorsicht - die Nachrichten von der IAA sind wenig erfreulich.

Die Analysten der HypoVereinsbank empfehlen die Aktie des Autoherstellers Porsche  (639 773) nach Bekanntgabe der vorläufigen Jahreszahlen weiterhin zum Kauf. Porsche hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2001/2002 (31. Juli) trotz leicht rückläufiger Absatzzahlen Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert. Die Erlöse im Konzern seien nach vorläufigen Zahlen um knapp zehn Prozent auf 4,8 Milliarden Euro geklettert.

Die Analysten der HypoVereinsbank erwarten daher ein starkes Ertragswachstum von durchschnittlich 35 Prozent in den kommenden beiden Geschäftsjahren. Angesichts des Kursverfalls der Märkte sei die Porsche-Aktie derzeit attraktiv bewertet: Das aktuelle KGV liege auf Basis der Ergebnisschätzungen für 2003/04 unter 10. Mit den guten Zahlen für das laufende Geschäftsjahr habe Porsche in der aktuell unsicheren Wirtschaftslage Glaubwürdigkeit gewonnen.

MAN: Skeptische Töne auf der IAA / "Neutral" (Helaba Trust)

Die Analysten von Helaba Trust bewerten die Aktie des Nutzfahrzeugherstellers MAN  (593 700) mit "neutral". Die Aktie habe die Unterstützungslinie bei 18 Euro unterschritten und sei daher charttechnisch angeschlagen. Von dieser Marke aus war der Titel 1996, 1997 und 2001 jeweils wieder nach oben gedreht. Allerdings sorgen die eher skeptischen Stimmen von der IAA Nutzfahrzeuge dafür, dass die "starken Hände" diesmal fehlen, so die Analysten.

Die Nutzfahrzeug-Ausstellung IAA in Hannover wird nicht so sehr von den technischen Neuentwicklungen bestimmt, sondern von den verhaltenen Ausblicken der Hersteller auf die Nachfrage im kommenden Jahr. Im MAN-Heimatmarkt Deutschland wird 2003 die Mautpflicht eingeführt, die eine spürbare Belastung für die Spediteure darstellt. Aktionären, die MAN-Aktien halten, wird allerdings von einem Verkauf auf dem derzeit tiefen Niveau abgeraten.

Sage: Günstig bewertet / "Kauf" (Merrill Lynch)

Die Investmentbank Merrill Lynch hat die Aktie des britischen Software-Herstellers Sage  (883 669) auf "Kauf" heraufgestuft. Die Aktie sei aktuell günstig bewertet, und auch der Cashflow sei stark. Der Hersteller kaufmännischer Software dürfte sich mit seinen Einsteigerprodukten in den USA gut entwickeln, so die Einschätzung. Die Skepsis mit Blick auf den Eintritt von und SAP in den Sage-Markt habe sich verflüchtigt. Auch die Sorgen um einen Herausfall der Sage-Aktie aus dem britischen Standardwerte-Index FTSE 100 seien überstanden.

Allerdings belaste die Schwäche des US-Dollar das Unternehmen, da die Briten die Hälfte ihres Umsatzes in den USA erwirtschaften. Zudem könnten eine anhaltende Konjunkturschwäche oder die fortgesetzte Nahostkrise Sage unter Druck setzten. Mit ihrer Empfehlung "Kauf" gehen die Analysten davon aus, dass die Aktie in den kommenden zwölf Monaten einen Gesamtertrag von mindestens 10 Prozent erzielen werde.

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