Aktientipps Goldman sieht deutliches Potenzial bei Altana

Goldman Sachs hat die Altana-Aktie als "Outperformer" bestätigt. Die WGZ-Bank empfiehlt MAN zum Kauf. HSBC hat Fraport auf "Reduzieren" herabgestuft.

Die Analysten vom US-Investmenthaus Goldman Sachs haben die Aktie von Altana  (760 080) als "Outperformer" bestätigt. Kurzfristig sei zwar mit Kursschwankungen zu rechnen, langfristig biete das Papier jedoch deutliches Aufwärtspotenzial, hieß es in der am Mittwoch veröffentlichten Kurzstudie.

Den Gewinn je Aktie (EPS) prognostizieren die Wertpapierexperten für das laufende Jahr auf 2,44 Euro. 2003 werden 2,65 Euro erwartet.

Auf dem anstehenden Forschungs- und Entwicklungstag am 5. September sollte das Medikament Roflumilast im Fokus stehen. Die Analysten erwarten positive Ergebnisse aus der klinischen Testphase (Phase III).

MAN: 83,5 Prozent der Vorzüge gewandelt / "Kaufen" (WGZ-Bank)

Die Analysten der WGZ-Bank haben die MAN-Aktie  (593 700) als "Kauf" eingestuft. Die sechswöchige Frist für die Annahme des Angebots an die Vorzugsaktionäre zur Umwandlung ihrer Aktien in Stammaktien ist am vergangenen Freitag abgelaufen. Gestern meldete MAN, dass 83,5 Prozent dieses Angebot angenommen haben und gegen Zahlung von 3,30 Euro je Vorzugsaktie neue Stammaktionäre geworden sind. Diese neuen Stammaktien sollen ab dem 02. September in den Börsenhandel einbezogen werden. Bis dahin bleiben die zum Umtausch eingereichten Vorzugsaktien als "Lieferansprüche auf MAN-Stammaktien" handelbar. Die nicht getauschten Vorzüge bleiben unverändert börsennotiert.

Der Spread zu den Stämmen sollte sich nach Angaben der Analysten jedoch deutlich ausbauen. Das seitens der Gesellschaft deklarierte Ziel einer Wandlungsquote von "80 Prozent plus X" wurde erreicht. MAN fließe durch diese Transaktion insgesamt 101 Millionen Euro an Liquidität zu. Die Chancen auf einen Verbleib im Dax - MAN ist seit Jahren ein "Wackelkandidat" - verbesserten sich durch diese Kapitalmaßnahme, da sowohl die Liquidität der Aktie, als auch die Marktkapitalisierung steigen.

Fraport: Mangelnde Transparenz / "Reduzieren" (HSBC)

HSBC hat die Aktie der Flughafen-Betreibergesellschaft Fraport  (577 330) nach Vorlage von Halbjahres-Ergebnissen von "Hinzufügen" auf "Reduzieren" herabgestuft. Zwar hätten sich die Zahlen gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert, doch blieben eine Menge offener Fragen und der Eindruck von "Intransparenz" bei der Geschäftstätigkeit, schrieben die Analysten in einer am Mittwoch in London veröffentlichten Studie.

Insbesondere das problematische Flughafen-Investitionsprojekt in Manila (Philippinen) lasse Zweifel an der Stärke des Fraport-Managements aufkommen. Des weiteren werde die Geschäftsentwicklung von zahlreichen Unsicherheiten, vor allem von Seiten der Regulierungsbehörden (Nachtflugverbot und Flughafenausbau) belastet. Diese Vorbehalte müssten ausgeräumt werden. Zwar sei die Aktie günstig bewertet, doch dies eben aus diesen Gründen.

Gemäß der Anlage-Empfehlung "Reduzieren" geht HSBC davon aus, dass sich die im MDax notierte Fraport-Aktie innerhalb der kommenden zwölf Monate zwischen fünf und 15 Prozent schlechter als der Gesamtmarkt entwickeln wird.