Aktientipps UBS Warburg bleibt bei BMW optimistisch

Vor den BMW-Zahlen empfehlen die Analysten von UBS Warburg die Aktie zum Kauf. Die HypoVereinsbank stuft die Aktie von Adidas hoch. Die Experten von Salomon Smith Barney bestätigen die Aktie von Cisco mit "Kaufen" und erhöhen die Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr.

Die Analysten der Investmentbank UBS Warburg stufen die Aktie von BMW  (519 000) mit "Kaufen" ein und sehen das Kursziel bei 50 Euro (aktuell 40 Euro).

BMW werde am morgigen Donnerstag Zahlen für das erste Halbjahr bekannt geben. Den Vorsteuergewinn erwarte man bei 2,03 Milliarden Euro (Q2: 1,02 Milliarden Euro) und den Gewinn je Aktie (EPS) bei 1,85 Euro (Q2: 0,91 Euro). Der Konsens scheine mit einem Vorsteuergewinn von 2,0 Milliarden Euro und einem EPS von 1,87 Euro zu rechnen.

Bezüglich des Ausblicks für das Unternehmen bleibe man positiv gestimmt. Diese Einschätzung beruhe zum einen auf der zukünftigen Produktstrategie und zum anderen auf erhöhter Effizienz bei den Zeiträumen zwischen Design und Auslieferung. Zum dritten dürfte BMW eine erhöhte Produktionsflexibilität erreichen. Ein neues Niveau sei mit der Einführung der neuen 7er Reihe erreicht worden.

Jede einprozentige Änderung im Währungsverhältnis zwischen US-Dollar und Euro werde den Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um rund 60 Millionen Euro auf ungesicherter Basis beeinflussen. Mit einer 90prozentigen Absicherung für das Fiskaljahr 2002 werde der Einfluss auf das Ebit wahrscheinlich nur minimal sein.

Vor diesem Hintergrund bleiben die Analysten von UBS Warburg bei ihrer Empfehlung, die Aktie von BMW zu kaufen.

Adidas-Salomon: Kursziel 93 Euro / "Outperform" (HypoVereinsbank)

Die Analysten der HypoVereinsbank stufen die Aktie von Adidas Salomon  (500 340) von "Neutral" auf "Outperform" hoch. Das Kursziel werde gleichzeitig von 88 auf 93 Euro (aktuell 78 Euro) angehoben.

Adidas-Salomon habe Zahlen für das zweite Quartal bekannt gegeben, die gut ausgefallen seien. Positiv zu werten seien insbesondere die stark gestiegenen Auftragseingänge. Die Auftragseingänge der Marke Adidas hätten per Ende Juni bei währungsbereinigt plus elf Prozent gelegen. Damit habe das Unternehmen seit Jahren wieder den Ordereingang zweistellig steigern können. In Nordamerika, dem weltgrößten Markt für Sportartikel, hätte das Plus sogar 15 Prozent betragen.

Adidas hätte den Rückgang des Betriebsgewinns von 74 Millionen Euro auf 69 Millionen Euro mit erhöhten Marketingaufwendungen für die Fußball-Weltmeisterschaft begründet. Nach Ansicht der Analysten würden sich die Kosten aber auszahlen, da Asien der wachstumsstärkste Markt der Zukunft sein werde.

Vor diesem Hintergrund bewerten die Analysten der HypoVereinsbank die Aktie von Adidas-Salomon nunmehr mit dem Votum "Outperform".

Cisco Systems: Kursziel gesenkt / "Buy, High Risk" (Salomon Smith Barney)

Die US-Investmentbank Salomon Smith Barney (SSB) hat nach Bekanntgabe der Zahlen des Netzwerkausrüsters Cisco Systems  (878 841) die Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr erhöht und die Kauf-Empfehlung bestätigt.

Vor dem Hintergrund der insgesamt gesunkenen Bewertungen im High-Tech-Sektor schraubte Analyst Alex Henderson aber in einer am Dienstag (Ortszeit) in New York veröffentlichten Studie das mittelfristige Kursziel von 25 auf 18 Dollar (aktuell 13 Dollar) herunter. Die Einstufung "Buy, High Risk" vergibt SSB für Werte mit einer absoluten Renditeerwartung von mindestens 25 Prozent in den nächsten zwölf bis 18 Monaten.

Angesichts der weiterhin schwierigen Nachfrage-Situation im Telekommarkt und einer erwarteten Konjunkturabschwächung senkte SSB jedoch die Umsatzschätzung für das Ende Juni 2003 auslaufende Geschäftsjahr um drei Prozent auf 20,2 Milliarden und für 2004 um sechs Prozent auf 23,3 Milliarden Dollar. Vor dem Hintergrund der gestiegenen Margen erhöhte die Investmentbank die Ergebnisprognose für 2003 um acht Prozent auf 0,57 Dollar je Aktie. Für 2004 kürzten die Analysten hingegen die Schätzungen um acht Prozent auf 0,69 Dollar Gewinn je Aktie.

Die am Vorabend nach Börsenschluss veröffentlichten Geschäftszahlen lagen nach Einschätzung von Analyst Henderson im Rahmen der Erwartungen. Besonders positiv sei die besser als erwartet ausgefallene Bruttomarge und der kräftige Barmittelzufluss. Der Gewinn habe mit 14 Cent je Aktie zwei Cent über der konservativen SSB-Schätzung gelegen.

Die vom Cisco-Management veröffentlichte Prognose eines unveränderten bis leicht steigenden Quartalsumsatzes decke sich mit den Erwartungen von SSB, schreibt der Analyst. Die Aussagen des Unternehmens dürften damit die zuletzt stark verunsicherten Anleger an der Wall Street beruhigen, erwartet Henderson.

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