Aktientipps Gute Noten für die "Wachstumsperle" Aventis

Der Pharmakonzern Aventis könnte nach Ansicht der SEB-Analysten das erwartete Gewinnwachstum in diesem Jahr übertreffen. Merrill Lynch empfiehlt Metro-Papier zum Kauf. HSBC Trinkaus & Burkhardt stuft die Titel von Krones auf "Kaufen" hoch.

Die Analysten der SEB bewerten die Aktie von Aventis  (925 700) mit "Strong Buy". Gewohnt gut und dennoch oberhalb der Erwartungen habe Aventis über das zweite Quartal berichtet. Der deutsch-französische Pharmakonzern habe ein deutliches Plus bei Umsatz und Ergebnis erwirtschaftet und die Prognosen der Analysten übertreffen können.

Der Gewinn nach Steuern habe sich von April bis Ende Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 30 Prozent auf 507 Millionen Euro verbessert. Der Gewinn je Aktie habe um 29 Prozent auf 0,64 Euro zugelegt. Unter Ausschluss der Goodwill-Abschreibungen hätte sich sogar ein Gewinn je Aktie in Höhe von 0,81 Euro ergeben.

Innerhalb der ersten sechs Monate des laufenden Jahres habe sogar eine Verdoppelung des Konzerngewinns nach Steuern erreicht werden können, womit sich ein Gewinn je Aktie in Höhe von 1,87 Euro nach 0,93 Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum errechne. Der Umsatz im zweiten Quartal habe gegenüber dem Vorjahr um 11,4 Prozent auf 4,447 Milliarden Euro zugelegt.

Für das Gesamtjahr sehen die Analysten der SEB Aventis auf einem guten Wege ihr erwartetes Gewinnwachstum in Höhe von 24 Prozent gegenüber 2001 in jedem Falle zu erreichen beziehungsweise leicht zu übertreffen.

Die Aktie sei mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 19 auf Basis der konservativen Gewinnschätzungen der Analysten mit einem deutlichen Abschlag gegenüber der Branche sowie dem Fünf-Jahres-Bewertungsdurchschnitt versehen. Die "Wachstumsperle" biete demnach dem Anleger auf Jahressicht ein sehr attraktives Chancen-Risiko-Profil und dürfte nun einen Boden ausgebildet haben.

Die Analysten der SEB bekräftigen ihr Kursziel für die Aventis-Aktie von 105 Euro (aktuell 69 Euro) auf Jahressicht und stufen diese mit "Strong buy" ein.

Metro: Ergebnismix besser als erwartet / "Strong Buy" (Merrill Lynch)

Die Analysten der Investmentbank Merrill Lynch stufen die Aktie von Metro  (725 750) mit "Strong Buy" ein. Metro habe im ersten Halbjahr 2002 seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,4 Prozent auf 23,87 Milliarden Euro gesteigert. Das Ergebnis vor Zinsen Steuern und Abschreibungen (Ebitda) des Konzerns hätte im ersten Halbjahr 2002 mit 796,5 Millionen Euro nahezu das Vorjahresniveau von 810,1 Millionen Euro erreicht. Das Ebit sei auf Grund der verhaltenen Umsatzentwicklung in Deutschland im gleichen Zeitraum auf 175,9 nach 206,5 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten des Jahres 2001 gesunken.

Für das laufende Geschäftsjahr habe Metro das Ziel eines Ergebnisanstiegs je Aktie um rund zehn Prozent bekräftigt. Unter Berücksichtigung der Währungseffekte erwarte das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 5,5 bis sechs Prozent. Zuvor sei von einem Wachstum von sechs Prozent ausgegangen worden.

Der Ergebnis-Mix sei besser als erwartet in den Bereichen Konsumelektronik und Supermärkte. Dagegen sei dieser bei Department Stores und DIY schlechter ausgefallen. Mit anderen Worten: Eine der zyklischen Divisionen hätte positiv überrascht, während eine andere enttäuschte.

Die Bestätigung des Gewinnziels sei nicht das, was der Konsens erwartet hätte. Metro habe immer gesagt, dass das vierte Quartal entscheidend sei, ob die Planung eingehalten oder verfehlt werde. Die Aktie sei derzeit günstig, doch fehle es ihr an Gewinnvisibilität. Vor diesem Hintergrund bewerten die Analysten von Merrill Lynch die Aktie von Metro langfristig weiterhin mit dem Prädikat "Strong Buy".

Krones: Upgrade / "Kaufen" (HSBC Trinkaus & Burkhardt)

Die Analysten vom Bankhaus HSBC Trinkaus & Burkhardt stufen die im MDax notierte Vorzugsaktie von Krones  (633 503) von "Hinzufügen" auf "Kaufen" hoch und sehen das Kursziel bei 66 Euro (aktuell rund 58 Euro).

Krones habe Zahlen für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres vorgelegt, die sehr stark ausgefallen seien. Dies zeige, dass das Unternehmen seien eigenen Weg in einem insgesamt schwachen Sektor gehe. Gleichzeitig habe das Management die Prognosen für das Gesamtjahr wesentlich angehoben. Während zuvor mit einem Umsatzwachstum von fünf Prozent gerechnet worden sei, ziele man nun auf zehn Prozent ab. Anstatt eines etwa zehnprozentigen Gewinnanstiegs prognostiziere das Management einen überproportionalen Zuwachs.

Insofern habe man ebenfalls die Schätzungen angehoben. Die Prognose für den Umsatz in 2002 sei von 1,22 auf 1,27 Milliarden Euro und die Prognose für den Nettogewinn von 55 auf 58 Millionen Euro erhöht worden. In 2003 sollte sich das Wachstum etwas beruhigen. Insofern rechne man mit einem Umsatz von 1,3 Milliarden Euro und einem Nettogewinn von 61 Millionen Euro.

Auf Basis der neuen Schätzungen werde die Aktie mit einem deutlichen Abschlag gegenüber dem Sektor bewertet. Dies stehe im Gegensatz zu der deutlich überdurchschnittlichen operativen Entwicklung. Da kein Grund für den Abschlag zu erkennen sei, könne die Aktie in den kommenden Quartalen den Sektor klar schlagen.

Vor diesem Hintergrund empfehlen die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt die Aktie von Krones nunmehr zum Kauf.

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