Aktientipps Zittern vor den Zahlen von DaimlerChrysler

Die Helaba belässt die Aktie von DaimlerChrysler vor der Bilanz auf "Untergewichten". Goldman Sachs empfiehlt ThyssenKrupp auf der "Recommended List". JP Morgan sieht in den Papieren von Hennes & Mauritz einen Kauf.

Die Investmentsparte der Landesbank Hessen-Thüringen rät bei der Aktie von DaimlerChrysler  drei Tage vor der Vorlage von Bilanzzahlen für das zweite Quartal weiterhin zum "Untergewichten". Erwartet werde zwar eine Anhebung der Gesamtjahresprognose für den Konzern, hieß es in einer am Montag in Frankfurt vorgelegten Analyse. Der Vorstandsvorsitzende Jürgen Schrempp habe bereits angekündigt, dass für die US-Sparte Chrysler für 2002 mit einem positiven Ergebnis gerechnet werden kann. Auch erwartet die Helaba nach der Einführung der neuen Mercedes-Benz-E-Klasse mit einer Margenverbesserung gegenüber dem ersten Quartal.

Chrysler werde trotz erneuter Rückstellungen einen kleinen operativen Gewinn ausweisen, hieß es. Insgesamt sei mit einem bereinigten Ergebnis je Aktie von 0,85 Euro zu rechnen. Trotzdem rät die Helaba angesichts der weiterhin schwierigen Marktbedingungen in den USA, insbesondere dem anhaltenden Preiskampf, weiterhin zu einer Untergewichtung der Aktie.

ThyssenKrupp: Aufgefrischtes Management / "Recommended List" (Goldman Sachs)

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Aktie von ThyssenKrupp  auf seiner renommierten Empfehlungsliste ("Recommended List") bestätigt. Die Analysten begründeten ihre Entscheidung mit einem Wechsel im Aufsichtsrat.

Vergangenen Freitag teilte der Stahlriese mit, der Bertelsmann-Manager Edwin Eichler und Ralph Labonte, derzeit Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor bei ThyssenKrupp Automotive, würden in den Aufsichtsrat aufgenommen und Hans-Erich Forster, Gerhard Joss, Heinz-Gerd Stein und Dieter Henning ersetzen. "Wir glauben, dass der Schlüssel zum erfolgreichen Nutzen der verborgenen Werte von ThyssenKrupp darin liegt, neue Leute in das Management zu berufen, die nicht dem Erbe von Thyssen oder Krupp verhaftet sind", hießt es in der Goldman-Sachs-Studie vom Montag.

Die derzeitige Kursschwäche biete Anlegern eine "exzellente Gelegenheit". Der Markt habe die jüngsten Führungswechsel offenbar noch nicht gewürdigt. Dabei sei der Aufsichtsrat jetzt nahezu komplett anders besetzt als zum Zeitpunkt des Mergers. Das neue und jüngere Management-Team werde die nötigen Reformen im kommenden Jahr durchsetzen.

Hennes & Mauritz: Kursziel 240 Schwedische Kronen / "Kaufen" (JP Morgan)

Die Experten der Investmentbank JP Morgan haben die Aktie des schwedischen Einzelhändlers Hennes & Mauritz  nach der Vorlage von Unternehmenszahlen für Juni als "Kauf" bestätigt. Im Juni habe der Konzern mit einer Umsatzsteigerung von 19 Prozent die Erwartungen erheblich übertroffen, hieß es in einer am Montag in London vorgelegten Analyse.

Erwartet worden seien allenfalls acht bis zehn Prozent, berichteten die JP Morgan-Experten. Als Grund wurden neu eröffnete Filialen und die traditionellen Preissenkungen für die Sommermode genannt. Zudem habe das in den meisten Gegenden Europas schlechte Wetter eigentlich die Kauflaune dämpfen müssen, hieß es.

JP Morgan setzte das Kursziel für die schwedische Einzelhandelsaktie auf 240 Schwedische Kronen (aktuell 176 Schwedische Kronen in Stockholm und 18,90 Euro in Frankfurt). Angesichts der guten Nachrichten sei ein Steigerungspotential von zehn Prozent für die Aktie zu erwarten.