Aktientipps Schlechte Noten für Commerzbank

Die Analysten der HSBC Investmentbank stufen die Aktie von Nokia auf "Hinzufügen". Die Bankgesellschaft Berlin empfiehlt, Commerzbank-Titel zu reduzieren. HSBC Trinkaus & Burkhardt sieht in den Papieren von Wavelight eine Kaufgelegenheit.

Die Analysten der HSBC Investmentbank stufen die Aktie von Nokia  (870 737) mit "Hinzufügen" ein und sehen das Kursziel weiterhin bei 14 Euro (aktuell 14 Euro). Nokia werde am 20. Juni über seine Handy- und Infrastruktur-Strategie sprechen. Dabei würden detailliertere Informationen hinsichtlich einer offenen mobilen Architektur-Allianz erwartet. Gerüchten zufolge könnte Nokia bis zu zehn neuer Handymodelle vorstellen.

Falls Farbdisplay-Modelle für den Massenmarkt vorgestellt würden und Analysten überzeugt werden könnten, dass diese bis Weihnachten verfügbar seien, sollte dies der Markt positiv aufnehmen. Vor diesem Hintergrund empfehlen die Analysten der HSBC Investmentbank die Nokia-Aktie weiterhin zu akkumulieren.

Commerzbank: Gerüchte nicht glaubhaft / "Reduzieren" (BGB)

Die Bankgesellschaft Berlin (BGB) bewertet die Commerzbank -Aktie (803 200) mit "Reduzieren". Ein Gerücht über Aufspaltung der Bank sei von dieser dementiert worden.

Man glaube nicht an dieses Szenario, da drei Probleme existierten: Wer übernimmt das Filialgeschäft? Generali habe bereits eine enge Vertriebskooperation, die HypoVereinsbank habe genügend eigene Probleme, einziger Interessent könnte die Citigroup sein, die ihr Engagement in Europa und Deutschland intensivieren wolle, führt Analyst Alexander Plenk von der Bankgesellschaft Berlin aus.

Wer übernimmt das Investmentbanking? Alle Investmenbanken hätten ein Kostenproblem, das sich durch die Integration einer mittelgroßen Einheit nicht lösen ließe (das Gegenteil wäre der Fall).

Wohin gehört das Firmenkundengeschäft? Auf der Kundenseite sei es untrennbar mit dem Filialgeschäft verbunden, auf der Produktseite mit dem Investmentbanking; eine komplette Loslösung von einem der Bereiche wäre ein großer Nachteil.

Der Analyst kommt zu dem Schluss: Es handele sich um die gleiche Prozedur wie jedes Mal. Der Kurs werde kurzfristig ansteigen, danach baue sich die Übernahmephantasie schnell wieder ab. Die Empfehlung der Analysten der Bankgesellschaft Berlin für die Commerzbank bleibe daher unverändert "Reduzieren".

Wavelight Laser: Kursziel 16 Euro / "Kaufen" (HSBC Trinkaus & Burkhardt)

Die Analysten vom Bankhaus HSBC Trinkaus & Burkhardt stufen die Aktie von Wavelight Laser  (512 560) mit "Kaufen " ein und sehen das Kursziel bei 16 Euro (aktuell acht Euro).

Wavelight habe bekannt gegeben, dass die Umsatzplanung für das Geschäftsjahr 2001/02 auf Grund eines sehr stabilen Absatzes ihrer Laserapplikationen erhöht worden sei. Demnach rechne das Unternehmen nun mit Umsätzen in Höhe von 36 Millionen Euro gegenüber den Anfang des Jahres geplanten 33 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebit) werde bei rund 2,4 Millionen Euro erwartet. Damit dürfte Wavelight aber noch immer am unteren Ende der Möglichkeiten liegen. Man rechne im Gesamtjahr mit einem Umsatz von 37 Millionen Euro. Das Ebit erwarte man ebenfalls bei 2,4 Millionen Euro. Die Bruttomarge dürfte sich auf 43,7 Prozent belaufen.

Der Anstieg bei Umsatz und Marketingausgaben spiegele die Bemühungen von Wavelight wider, sich eine eigene Marktposition bei ästhetischen Lasern aufzubauen. Im Gegensatz zu Segment Ophthalmologie - wo Wavelight seine Laser mittels eines großen Partners (Lumenis) vertreiben lasse - habe das Unternehmen beschlossen die ästhetischen Laser selbst zu vertreiben um höhere Bruttomargen zu erzielen.

Die Erhöhung der Umsatzplanung sei ein positives Zeichen hinsichtlich gesunder Bedingungen im Lifestyle-Lasermarkt und der Position von Wavelight in diesem. Zwar werde das Ebit in 2002 leicht geringer als erwartet ausfallen, doch werde die strategische Position gestärkt. Vor diesem Hintergrund empfehlen die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt die Aktie von Wavelight Laser weiterhin zu kaufen.