Aktientipps DaimlerChrysler mit erfolgreicher Partnerschaft

Merck Finck sieht in DaimlerChrysler ein "Marketperformer". ABN Amro empfiehlt die Aktie von Medion. Die SEB prognostiziert für BASF ein Kursziel von 48 Euro.

Die Analysten von Merck Finck haben die Anteilsscheine des Autobauers DaimlerChrysler  (710 000) als "Marketperformer" bestätigt. Die Analysten bewerteten in der am Montag veröffentlichten Studie die Ankündigung von DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp am Wochenende positiv, wonach die Stuttgarter den Anteil an der japanischen Mitsubishi Motors erhöhen wollen und dies möglicherweise schon im Jahr 2003 passieren könne - sofern Mitsubishi profitabel arbeite und seine Schulden abgebaut haben.

Die Tatsache, dass Schrempp sein Vorhaben sehr früh ankündigte, kam bei den Experten gut an: Dies zeige, dass der Unternehmensmanager mit der Entwicklung des Geschäfts sehr zufrieden sein müsse und die Rückkehr in die Gewinnzone bereits vor Augen habe. Im vergangenen Jahr hatte DaimlerChrysler einen Netto-Verlust von 662 Millionen Euro geschrieben.

Zudem zeige sich mit dem Übernahmevorhaben, dass die Partnerschaft mit den Japanern derzeit erfolgreich laufe. DaimlerChrysler hatte im Jahr 2000, als sich der Konzern mit 34 Prozent an Mitsubishi beteiligte, gleichzeitig das Recht erhalten, nach Ablauf von drei Jahren die Mehrheit bei dem japanischen Autobauer zu übernehmen.

Mit der Einstufung gehen die Experten davon aus, dass sich die Aktie im Gleichklang mit dem Index entwickeln wird, jedoch sei eine Schwankungsbreite von plus bis minus fünf Prozent nicht ausgeschlossen.

Medion: Kaufen bei Kursschwäche / "Hinzufügen" (ABN Amro)

Die Analysten der ABN Amro haben ihr Rating "Hinzufügen" für die Medion-Aktie  (660 500) bestätigt. Anleger sollten auf Kursschwächen als Kaufgelegenheit zurückgreifen. Zwar habe Medion in den vergangenen Tagen rund acht Prozent an der Börse verloren, während der Neue Markt lediglich vier Prozent nachgab, doch sei der Abschlag auf Gewinnmitnahmen zurückzuführen, hieß es in der am Montag veröffentlichten Studie. In den vorangegangenen zwei Wochen hätten die Anteilsscheine rund 20 Prozent gewonnen, der Neue Markt lediglich 2,5 Prozent.

Den Analysten zufolge gebe es derzeit keine Unternehmensnachrichten, die die positive Stimmung trüben würden. "Wir erwarten derzeit ein Wachstum von 30 Prozent für dieses Jahr", gaben sich die Wertpapierexperten zuversichtlich. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) wurde mit 22,5 angegeben.

BASF: Kursziel 48 Euro / "Halten" (SEB)

Die Aktie der BASF  (515 100) hat nach Ansicht der SEB-Analysten derzeit nur begrenztes Kurspotenzial. Das Kursziel wurde mit 48 Euro (aktuell 46,50 Euro) angegeben, die Titel mit dem Rating "Halten" eingestuft.

Aufgrund der schwachen Weltkonjunktur sei der Umsatz 2001 um 9,6 Prozent auf 32,5 Milliarden Euro gesunken, wobei ein Grossteil auf Desinvestitionen zurückgeführt wurde. Allerdings schlugen sich die schwache Nachfrage und die Margenschwäche sowie hohe Sonderbelastungen in einem starken Rückgang des Ergebnisses der Betriebstätigkeit nieder, hieß es in der am Montag veröffentlichten Studie. Dieses brach gegenüber dem Vorjahr um mehr als 60 Prozent auf 1,217 Milliarden Euro ein.

Zudem hätten Sonderbelastungen in Höhe von 1,076 Milliarden Euro aufgrund der erheblichen Restrukturierungsmaßnahmen kräftig zu Buche geschlagen. Ein weiterer nicht unerheblicher Aufwand entstand nach Ansicht der Analysten durch die von der EU-Kommission verhängte Geldbuße wegen kartellrechtlicher Verstöße im Vitamingeschäft. Die hierfür gebildete Rückstellung musste in dem ohnehin von Sonderbelastungen geprägten Jahr um 200 Millionen Euro erhöht werden. Nach Steuern ergab sich ein Verlust in Höhe von 118 Millionen Euro.

Positiv erwähnt wurde der Verkaufserlös der Pharmasparte an Abbott Laboratories von 6,1 Milliarden Euro, der in Folge geringerer Steuerbelastungen zu einem Nettoergebnis von über 5,8 Milliarden Euro führte. Des Weiteren gelang es BASF selbst in dem katastrophalen Jahr 2001 aufgrund der Veräußerungen im Pharmabereich die Finanzverbindlichkeiten um rund 4,3 Milliarden Euro zu reduzieren und damit künftig ein deutlich verbessertes Zinsergebnis zu erreichen. Dennoch bleibe der Ausblick für 2002 verhalten, schrieben die Analysten. Vor allem der kräftig angestiegene Ölpreis könne sich belastend auswirken.

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