Aktientipps Euphorie bei Altana, doppelte Wette bei Sixt

Die Bankgesellschaft Berlin hält die Kursverluste der Lufthansa angesichts der steigenden Ölpreise für überzogen. Merrill Lynch zeigt sich weiterhin begeistert von Altana und setzt ehrgeizige Kursziele.

Die Analysten der Bankgesellschaft Berlin raten Anlegern weiterhin, die Aktie der Lufthansa  823 212) zu "Akkumulieren". Sie sehen bei einer längerfristigen Ölpreissteigerung ein Risiko für die gesamte Flugbranche, wobei die Lufthansa aufgrund des durchschnittlich geringen Flottenalters und der schnellen Kapazitätsanpassungen im vierten Quartal 2001 innerhalb der Branche relativ günstig positioniert sei.

Die Treibstoffkosten würden bei der Lufthansa rund 10 Prozent der gesamten betrieblichen Aufwendungen ausmachen und entsprechen 13 Prozent der Verkehrserlöse. Nach früheren Aussagen erwartete die Lufthansa bei den Treibstoffkosten in 2002 eher einen rücklaufenden Trend, nachdem im Vorjahr aufgrund des deutlich gestiegenen Dollarkurses diese Kosten stark angestiegen waren.

Altana: Kursziel erhöht / "Klarer Kauf" (Merrill Lynch)

Die Analysten von Merrill Lynch haben ihr Kursziel für die Aktie des im MDax notierten Bad Homburger Pharmakonzerns Altana  (760 080) von 70 auf 80 Euro erhöht und die Empfehlung "klarer Kauf" erneut bekräftigt. Damit werde die Aktie einen Gesamtertrag (Kursgewinn + Dividende) von mindestens 20 Prozent abwerfen, so die optimistische Schätzung von Merrill Lynch.

Zum Blockbuster von Altana, dem Magen-Darm-Medikament Protonix/Pantoprazol, werde es in absehbarer Zeit noch keine Nachahmer-Produkte geben. Dies bedeute, dass der globale Absatz des Medikamentes in diesem Jahr um 31 Prozent steigen könnte, so die Analysten. Hoffnungen setzten die Experten von Merrill Lynch auch auf das neue Medikament Roflumilast, das bei Asthma und bei Raucherlunge eingesetzt werden soll. Das Medikament könne Ende 2003 oder Anfang 2004 auf den Markt kommen, so die Analysten.

Sixt: Doppelte Wette / "Klarer Kauf" (Sparkasse Bremen)

Die Analysten der Sparkasse Bremen bewerten die Aktie des deutschen Autovermieters Sixt  als "klaren Kauf". Für das Jahr 2002 erwarte der Vorstand einen Konjunkturaufschwung und damit eine Steigerung beim Umsatz von 10 Prozent und beim Ertrag von 15 Prozent. Eine Erholung der Konjunktur werde zu einer Belebung bei Geschäftsreisen und damit bei der Autovermietung führen, und Sixt sei auf Geschäftskunden fokussiert.

Die Vorzugsaktie der Sixt AG (723 133) biete zudem eine doppelte Spekulation. Zum einen könne der Anleger auf die Steigerung der Unternehmensgewinne durch den erhofften Konjunkturaufschwung setzen. Zum anderen biete die Zusammenlegung der Stamm- und Vorzugsaktien Kursfantasie, die die Vorzüge aktuell rund 30 Prozent günstiger bewertet sind als die Stammaktien (723 132). Aufgrund des erheblichen Risikos (keine Zusammenlegung der Aktien und Ausschluss der Stammaktien aus dem MDAX) und der relativen Marktenge raten die Analysten jedoch bei der Vorzugsaktie zur Absicherung per Stop Loss bei 10,50 Euro.

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