Aktientipps Kaum Potenzial bei der T-Aktie, Jenoptik und Altana mit Chancen

Helaba Trust sieht bei der Deutschen Telekom nur begrenztes Kurspotenzial. Die WGZ-Bank bestätigt Altana als "Outperformer". Die SEB sieht in der Jenoptik einen klaren Kauf.

Die Helaba Trust hat die Aktie der Deutschen Telekom  (555 750) vor Bekanntgabe der endgültigen Geschäftszahlen mit "Neutral" eingestuft. Bereits im Oktober hatte der Konzern seine Eckzahlen für das dritte Quartal veröffentlicht, die "vom Markt mit Enttäuschung aufgenommen" wurden, schrieben die Analysten. Insbesondere die Ergebniswirkung von Voicestream dürfte von einigen Marktteilnehmern unterschätzt worden sein, hieß es. Ebenfalls unter den Erwartungen habe das schwache Kundenwachstum bei Voicestream und D1 gelegen. Bei den am Mittwoch erwarteten Zahlen erwarten die Helaba-Experten ein Ebitda-Wachstum von 12,8 Prozent zum Vorjahr.

Vor dem Hintergrund des Einflusses von Voicestream ist im dritten Quartal auf Konzernebene nach Ansicht der Analysten mit einem Margenrückgang zu rechnen. Dieser sollte sich angesichts erfolgreicher Kostenschnitte bei den anderen Mobilfunktöchtern (insbesondere bei D1) allerdings in Grenzen halten. Die Marge von T-Mobile sollte sich um rund drei Prozentpunkte auf rund 20 Prozent zurückbilden. Die Festnetzsparte dürfte ihre Marge bei leicht sinkenden Erlösen bei rund 30 Prozent weitgehend stabil halten. Insgesamt erwarten die Analysten von dem Zwischenbericht keine positiven Kursimpulse.

Angesichts der schwachen Ertragsentwicklung und der Gefahr weiterer Aktienrückflüsse (annähernd 200 Millionen Aktien könnten ab dem 1. Dezember von Hutchison und Sonera verkauft werden) hält die Helaba das Kurspotenzial für die T-Aktie kurzfristig für begrenzt. Als Risikofaktoren identifizieren die Analysten eine mögliche Sonderabschreibung auf das Immobilienvermögen sowie eine Blockade des Kabelverkaufs an Liberty durch das Kartellamt.

Altana: Prognosen angehoben / "Outperformer" (WGZ-Bank)

Die Analysten der WGZ-Bank haben ihre Prognosen für Altana  (760 080) angehoben und die Aktie als "Outperformer" bestätigt. Der erwartete Gewinn je Aktie (EPS) für das Jahr 2001 wurde unverändert bei 1,92 Euro belassen. Die EPS-Zahlen für das Jahr 2002 sind von 2,05 auf 2,20 Euro angehoben worden.

Die jüngst vorgelegten Zahlen für das dritte Quartal bezeichneten die Analysten als "exzellent". Der Umsatz im Gesamtjahr 2001 soll um 20 Prozent, das Ergebnis vor Steuern um über 30 Prozent gesteigert werden. Bislang lagen die Prognosen bei 30 Prozent. Zudem wurde eine zweistellige Dividendenerhöhung plus Jubiläumsdividende angekündigt.

Der Ausblick für die sich noch in der Pipeline befindenden Produkte Ciclesonide und Roflumilast sei zudem weiter positiv zu werten. Bedenken bezüglich einer möglichen Verschiebung der Produkteinführungen seien unbegründet. Beide Präparate sollen bis Ende 2003/Anfang 2004 auf den Markt kommen.

Jenoptik: Starkes viertes Quartal / "Strong Buy" (SEB)

Die SEB sieht in der Jenoptik-Aktie  (622 910) einen klaren Kauf ("Strong Buy"). Der Technologiekonzern Jenoptik wird voraussichtlich am Mittwoch seinen Bericht für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2001 vorlegen. Die Daten besitzen nach Ansicht der Analysten allerdings nur eine begrenzte Aussagekraft: Aufgrund der Abrechnungsmodalitäten im Großanlagenbau lägen etwa 50 Prozent der Umsätze im noch folgenden vierten Quartal, so dass hier noch einmal mit einem Umsatz von rund einer Milliarde Euro gerechnet werden könne. Der Umsatzanteil des abgelaufenen Quartals dürfte daher verhältnismäßig gering sein. Auch beim Ergebnis werde ein Großteil erst im vierten Quartal generiert. Der Ergebnisbeitrag des dritten Quartals isoliert betrachtet dürfte daher negativ ausfallen, schrieben die Analysten. Für den Neunmonatsvergleich erwartet die SEB ein Ebit in etwa auf dem Niveau des Vorjahres, bei deutlich gestiegenem Umsatz. Der Vergleich des Jahresüberschusses sei stark verzerrt, da im Vorjahr ein Ertrag aus dem Verkauf eigener Aktien in Höhe von 32,1 Millionen Euro enthalten war.

Bei den Auftragseingängen sollte sich ein Großauftrag in Höhe von 232 Millionen Euro positiv bemerkbar machen, so dass die Auftragseingänge von Jenoptik trotz der Schwäche der Halbleiterbranche in den ersten neun Monaten nur geringfügig gesunken sein dürften. Beim Auftragsbestand rechnen die Analysten sogar mit einem höheren Wert als zum Vorjahreszeitpunkt. Die Planungen für das Gesamtjahr (Umsatz plus 25 Prozent, Jahresüberschuss plus 30 Prozent) sollten noch einmal bekräftigt werden. Wichtiger als das Zahlenwerk des dritten Quartals dürfte jedoch der Ausblick auf das Jahr 2002 sein.