Aktientipps Eon und Dell mit Chancen

Goldman Sachs rechnet nach den Zahlen mit überdurchschnittlicher Performance bei Eon. Das Stromgeschäft sei ermutigend. Morgan Stanley sieht DaimlerChrysler trotz guter Zahlen noch nicht über den Berg. Delbrück empfiehlt den Computerbauer Dell.

Die Investmentbank Goldman Sachs behält die Aktie des Düsseldorfer Energiekonzerns Eon  (761 440) auf ihrer Empfehlungsliste und hält am Kursziel von 76 Euro fest. Eon hat am Donnerstag Neunmonatszahlen vorgelegt und einen Ergebnisanstieg in seiner Kernsparte Strom um 6 Prozent auf 1,33 Milliarden Euro bekannt gegeben. Damit hat sich das Stromgeschäft nach der Deregulierung vor drei Jahren für Eon stabilisiert.

Nach Ansicht der Analysten von Goldman Sachs seien die Ergebnisse im Stromgeschäft ermutigend. Der Anstieg des operativen Ertrages 55 Prozent habe den Erwartungen entsprochen. Das Unternehmen verspreche überdurchschnittliches Wachstum, sofern es "aggressive" Spar- und Restrukturierungs-Maßnahmen durchsetze. Für das Gesamtjahr 2001 rechnet Goldman Sachs mit einem Gewinn pro Aktie von 3,52 Euro. Goldman Sachs geht davon aus, dass sich die Eon-Aktie in den kommenden 6 bis 18 Monaten um rund 10 Prozent besser als der Dax entwickeln wird.

DaimlerChrysler: Noch nicht über den Berg / "Neutral" (Morgan Stanley)

Das Analystenhaus Morgan Stanley stuft die Aktie des Automobilkonzerns DaimlerChrysler (Kurswerte anzeigen) (710 000) als neutrales Investment ein. Die Ergebnisse von DaimlerChrysler für das dritte Quartal seien besser als erwartet. Der operative Gewinn sei mit 666 Millionen Euro sogar um 50 Prozent höher als erwartet. Vor allem Chrysler habe mit geringeren Verlusten zu dieser Überraschung beigetragen.

Allerdings gebe es bei DaimlerChrysler keinen Grund zum Jubel, so die Analysten von Morgan Stanley. Zwar schreite das Restrukturierungsprogramm bei Chrysler schneller voran als erwartet, aber die wirtschaftliche Gesamtsituation sei nicht sehr gut. Der Bereich Commercial Vehicles sei nach wie vor schwer unter Druck.

Dell: Auslieferungen gesteigert / "Übergewichten" (Delbrück)

Die Analysten von Delbrück Asset Management bewerten die Aktien des amerikanischen Hardwareherstellers Dell  (875 403) mit "Übergewichten". Die guten Quartalszahlen des Computerbauers hätten die Konkurrenz geschockt. Der deutliche Zugewinn an Marktanteilen in den USA auf 27 Prozent habe das Geschäft bei Dell stabilisiert.

Dell sei der einzige PC-Hersteller, der im dritten Quartal seine Auslieferungen steigern konnte. Daher rechnen die Analysten im vierten Quartal mit einer leichten Umsatzverbesserung. Ab dem zweiten Halbjahr 2002 geht das Bankhaus von einem Anspringen der PC-Industrie aus. Gewinnsolide Firmen sollten von dieser Entwicklung am stärksten profitieren.