"Der Tag mit mm premium" Der Tag: Kahlschlag bei Karstadt, Probleme beim Golf 8

Milliardenschweres Homeoffice: Ernest (links) und Walter Droege

Milliardenschweres Homeoffice: Ernest (links) und Walter Droege

mit einstmals maroden Firmen hat der Düsseldorfer Walter Droege (67) ein Milliardenreich aufgebaut (und es unter die 30 reichsten Deutschen  geschafft). Ausgerechnet in diesen schweren Tagen erlebt der Selfmademan seinen vorläufigen Karrierehöhepunkt: Sein Besitztum ist weitgehend immun gegen die Corona-Krise.

Während andere Superreiche teils erhebliche Buchverluste verzeichnen mussten, läuft es für die von Droege und seinem Sohn Ernest (35) geführte Holding recht ordentlich. Ihr breites Portfolio hilft - und lockt sogar Investoren aus Kalifornien. Wie die Milliardärsfamilie ihr Vermögen sichert, skizziert mein Kollege Thomas Werres.

Bevor es weitergeht, möchten wir an dieser Stelle um Entschuldigung bitten. Etlichen von Ihnen ist es gestern direkt aufgefallen: Wir hatten in diesem Newsletter zu Wirecard geschrieben, das Ergebnis sei "drastisch eingebrochen" - in Wahrheit legte das operative Ergebnis aber um 26 Prozent drastisch zu! Im verlinkten Text stand alles korrekt, das ist allerdings nur ein schwacher Trost. Insgesamt: sehr ärgerlich. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen!

Was heute wichtig war - die Wirtschaftsnews des Tages:

Die Personalmeldungen des Tages

  • Abgang: Roberto Azevedo, Chef der Welthandelsorganisation WTO. Inmitten von Corona-Krise und Streitigkeiten zum künftigen Kurs der Organisation hat der Brasilianer angekündigt, seinen Posten schon im August 2020 zu räumen. Knatsch gab es vorher unter anderem mit US-Präsident Donald Trump.
  • Aufstieg: Stephan Harbarth wird Nachfolger von Andreas Voßkuhle. Voßkuhle war - kurzer Allgemeinbildungstest - bislang was? Richtig: Präsident des Bundesverfassungsgerichts und protokollarisch der fünfte Mann im Staat.

Zwei Lese- und eine Hörempfehlung fürs Wochenende:

Da hilft auch keine Desinfektion: Das Coronavirus hat den Welthandel nachhaltig infiziert

Da hilft auch keine Desinfektion: Das Coronavirus hat den Welthandel nachhaltig infiziert

Foto: aydinmutlu/ Getty Images

  • Die Krise könnten den Welthandel in diesem Jahr um ein Drittel einbrechen lassen, die ausländischen Direktinvestitionen gar um 40 Prozent. Erschwerend hinzu kommen Entwicklungen, die schon vor Corona zu sehen waren. Der "Economist" widmet diesem epochalen Wandel seine aktuelle Titelgeschichte - die unsere premium-Abonnenten hier exklusiv lesen können .
  • Mit dem Revierderby in Dortmund startet am Samstag die Bundesliga nach ihrer Corona-Zwangspause. Sascha L. Schmidt, Leiter des Center for Sports and Management an der WHU, sieht angesichts der Krise eine Möglichkeit für den Sport, endlich nachhaltiger zu wirtschaften: Verändert Corona das Geschäftsmodell des Profifußballs?
  • Was bleibt von der Krise? "Ein großes Stück mehr Selbstbestimmung", sagt Regina Frey-Cordes. Sie leitet Deutschlands ersten New-Work-Studiengang. In der neuesten Folge des manager-magazin-Podcasts erklärt sie meiner Kollegin Sandrina Lorenz, wie Teams auch aus der Entfernung am besten geführt werden und wieviel Eigenverantwortung Mitarbeitern zugetraut werden kann.

Schwarzgelbe Grüße, Ihr Lukas Schürmann

Haben Sie Wünsche, Anregungen, Informationen, um die wir uns journalistisch kümmern sollten? Wir freuen uns auf Ihre Post unter chefredaktion@manager-magazin.de. 

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.