"Der Tag mit mm premium" Der Tag: Schicksalsschläge und die Notoperation der Douglas-Chefin

Douglas-Chefin Tina Müller fällt nach einer Notoperation vorerst aus

Douglas-Chefin Tina Müller fällt nach einer Notoperation vorerst aus

Foto: imago images/Norbert Schmidt

noch am Montag vergangener Woche freute sich Tina Müller (51) auf die Rückkehr in die Normalität. Nach sechs Wochen Homeoffice waren die ersten Mitarbeiter in die Düsseldorfer Douglas-Büros zurückgekehrt, die Chefin twitterte Aufbruchsstimmung.

Nur eine Woche später ist alles anders: Müller fällt nach einer Notoperation auf unbestimmte Zeit aus - wir wünschen an dieser Stelle gute Besserung!

Immer wieder zeigen Schicksalsschläge in Deutschlands Chefetagen, dass es Wichtigeres gibt als die Arbeit. Meine Kolleginnen Eva Müller, Margret Hucko und Katharina Slodczyk haben mit verschiedenen Topmanagern und Unternehmern darüber gesprochen, wie Krankheiten in ihr Leben brachen. Hier erzählen die Betroffenen, was sie daraus gelernt haben - über Kontrollverlust und Schwäche und darüber, dem Tod ins Auge zu blicken: Wie Spitzenkräfte mit Krankheit umgehen .

Die Wirtschaftsnews des Tages:

  • Die Corona-Krise und der niedrige Ölpreis treffen gleich zwei Ikonen der jüngeren Wirtschaftsgeschichte: Norwegens Staatsfonds, der größte der Welt, muss in historisch einmaligem Umfang Assets verkaufen. Oslo will damit etwa Hilfen für Unternehmen und eine erweiterte Arbeitslosenunterstützung finanzieren. Ebenfalls Abstriche machen muss Saudi Aramco: Nach einem Gewinneinbruch um ein Viertel muss selbst der profitabelste Konzern der Welt sparen.
  • Biontech, einer der großen Hoffnungsträger der Biotech-Branche im Kampf gegen das Virus, erwartet bis Juli erste Daten zu klinischen Tests eines möglichen Impfstoffs. Dabei gehe es darum, Sicherheit, Wirksamkeit und optimale Dosierung von vier verschiedenen Impfstoffkandidaten zu ermitteln, sagte Vorstandschef Ugur Sahin. Gemeinsam mit Pfizer baue man Produktionskapazitäten auf, "um eine mögliche weltweite Impfstoffversorgung" zu gewährleisten.
  • Tesla-Chef Elon Musk fährt die Produktion im Hauptwerk in Kalifornien wieder hoch und widersetzt sich damit einem Verbot der Behörden: "Wenn jemand festgenommen wird, werde ich darum bitten, dass es nur ich bin", twitterte Musk vollmundig. Beifall gibt es ausgerechnet von jenem Mann, der eigentlich für die Einhaltung von Gesetzen stehen sollte: US-Präsident Donald Trump.
  • Der Dax dümpelte heute insgesamt recht lustlos vor sich hin. Feuer war trotzdem drin: im Guten bei der Deutschen Post, die in der Krise neue Chancen sieht und tausende neue Jobs geschaffen hat - im Schlechten bei der Allianz, die Milliardenkosten der Krise alleine schultern muss.
  • Einen Kurssprung gab es derweil an der Wall Street: Aktien des Essenslieferdienstes GrubHub zogen um bis zu 25 Prozent an - "Bloomberg" hatte über eine mögliche Übernahme durch Uber berichtet.
  • Der IWF senkt erneut seine Prognose für die Weltwirtschaft und die Bafin sieht zahlreiche Krisenbetrüger: Die Corona-Meldungen des Tages haben wir auch heute in einem Nachrichtenticker zusammengefasst.

Die Personalien des Tages:

Verdiente 2019 so viel wie wohl kein anderer deutscher CEO: TeamViewer-Chef Oliver Steil

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Foto: Andreas Arnold/dpa

Unsere Leseempfehlung für den Abend:

  • Karlheinz Kögel ist ein Veteran der Touristikbranche. Bekannt wurde er vor allem als Gründer des Last-Minute-Anbieters L'tur, den er mittlerweile an Tui verkauft hat. In der Corona-Krise lernt er den Existenzkampf kennen. Das Drama habe sich die Branche allerdings auch selbst zuzuschreiben , sagt er: "Es ging um Wachstum auf Teufel komm raus."

Genießen Sie den Feierabend - und halten Sie weiter Abstand!

Herzlich, Ihr Lukas Schürmann

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