"Der Tag mit mm premium" Der Tag: Abschied von Ferdinand Piëch

Autokrat und Manager-Legende Ferdinand Piëch: Mehr als 50 Jahre lang prägte er die Autoindustrie.

Autokrat und Manager-Legende Ferdinand Piëch: Mehr als 50 Jahre lang prägte er die Autoindustrie.

Foto: Boris Roessler/ dpa

der heutige Tag stand ganz im Zeichen der traurigen Nachricht, die uns gestern Abend erreichte. Im Alter von 82 Jahren ist Ferdinand Piëch am Sonntag gestorben. Er war es, der Volkswagen zum größten Autokonzern der Welt formte. Als Aufsichtsratsvorsitzender von VW und gleichzeitig Großaktionär von Porsche war er die zentrale Figur in der Übernahmeschlacht; sein größter Erfolg. In unserer Berichterstattung spielte über viele Jahre eine Hauptrolle. Zum 40-jährigen Jubiläum des manager magazins im Jahr 2011 wurde er zum wirkmächtigsten Manager jener Epoche gekürt.

"Dieser Mann setzt sich immer durch, das ist ein Diktator", zitierten wir den ehemalige GM-Vorstand Bob Lutz damals. Zu seiner Auszeichnung haben wir Piëch ein großes Porträt gewidmet, das Sie hier noch einmal nachlesen können: Die Motorik der Macht.

Einen Rückblick auf Piëchs Karriere finden Sie in dieser Bilderstrecke. Reaktionen von Wegbegleitern zu seinem Tod haben wir hier zusammengestellt. Und schließlich blicken wir heute auch auf die Nachfahren des Auto-Patriarchen. Wie viele Kinder er hinterlässt? Er selbst sagte zu Lebzeiten: "Etwa ein Dutzend. So genau weiß man das nicht." Was Piëchs Kinder machen - eine Übersicht.

Was sonst noch wichtig war - die Wirtschaftsnews des Tages:

Unsere Empfehlungen für den Abend:

Verwechslungsgefahr: Flaschenpost (das Original) und Durstexpress (die Oetker-Kopie).

Verwechslungsgefahr: Flaschenpost (das Original) und Durstexpress (die Oetker-Kopie).

Foto: [M]: Moritz Frankenberg (2), Yasinguneysu / Getty Images

  • Die Oetker-Gruppe expandiert fleißig in die digitale Geschäftswelt - allerdings nicht nur mit eigenen Ideen, sondern mit Plagiaten. Das sorgt selbst in der Start-up-Szene, wo das Kopieren bekanntlich Tradition hat, für Aufruhr. Wird das Familienunternehmen zum Dr. Copy? 
  • Sie halfen mit, eine der turbulentesten Epochen der jüngeren Finanzgeschichte durchzustehen - nun blicken sie zurück. Mit "Firefighting" haben Ben Bernanke, Tim Geithner und Henry Paulson ein lesbares, fachlich verständliches Übersichtswerk zur Finanzkrise 2008 geschrieben. Das Buch der Feuerwehrmänner enthält auch Zündstoff: Ihre Warnungen zum aktuellen Zustand des Finanzsystems und seiner Bewacher seien "geradezu erschreckend", findet Nobelpreisträger Paul Krugman. Ein Buchtipp.

Haben Sie Wünsche, Anregungen, Informationen, um die wir uns journalistisch kümmern sollten? Wir freuen uns auf Ihre Post unter chefredaktion@manager-magazin.de. 

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend!

Herzlich, Ihre Corinna Scheying