Sonntag, 8. Dezember 2019

Tech-Einhörner nach Uber Das sind die nächsten Milliarden-IPOs

4. Teil: Slack: Postablage und Leitz-Ordner des 21. Jahrhunderts

Bürokommunikations-Anbieter Slack

Pläne für ein Börsendebüt hat bereits der Bürokommunikations-Anbieter Slack eingereicht. Trotz 140 Millionen Dollar Verlust bei 401 Millionen Dollar Umsatz im Geschäftsjahr bis Januar 2019.

"Wir kommunizieren fast nur noch über Slack", sagt Baki Irmak, Co-Manager des Digital Leaders Fund. Irmak arbeitet von Frankfurt aus, sein Co-Fondsmanager sitzt in Herzogenaurach. "Die Kommunikation ist bei Slack viel besser organisiert als anderswo und sehr gut durchsuchbar." Wer ein oder zwei Jahre damit gearbeitet habe, werde nicht mehr wechseln wollen: Dadurch habe Slack einen Schutz vor der Konkurrenz. Die Lizenzgebühren von den 88.000 zahlenden Nutzern bringen außerdem verlässliche, wiederkehrende Einnahmen.

Die Frage für Anleger wird sein, wie teuer sich Slack diese Vorzüge bezahlen lässt. Auf privaten Plattformen werden Slack-Anteile bereits zu einer Unternehmensbewertung von 15 Milliarden Dollar gehandelt, zeigen Daten von Pitchbook. Wer solch einen Preis zahlt, muss schon sehr fest vom jahrelangen rasanten Wachstum des Geschäfts überzeugt sein.

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