Dienstag, 18. Juni 2019

Tech-Einhörner nach Uber Das sind die nächsten Milliarden-IPOs

2. Teil: Postmates: Die Stadt als Lagerhaus

CEO von Postmates, Bastian Lehmann
Getty Images North America
CEO von Postmates, Bastian Lehmann

Derzeit bereitet Postmates seinen Börsenang vor, berichten US-Medien. Im jüngsten Geschäftsjahr schaffte Lehmanns Lieferdienst rund 400 Millionen Dollar Umsatz. Uber Eats schaffte mehr als das Dreifache. Der Marktanteil des Deutschen bei US-Essenslieferungen beträgt nur zehn Prozent. Damit liegt er weit hinter dem bereits börsennotierten Grubhub (33 Prozent), DoorDash (30 Prozent) und Uber Eats (22 Prozent), melden die Marktforscher von Second Measure.

Dennoch bewerteten Wagnisfinanciers Postmates bei der letzten Finanzierungsrunde mit 1,85 Milliarden Dollar. Frisches Kapital von der Börse würde Lehmann helfen, das Angebot für die Kunden weiter auszubauen. Hier kämpft er gegen weit finanzkräftigere Rivalen, das gilt insbesondere für UberEats. Der Fahrdienstleister betreibt das Geschäft außerdem auch deshalb, weil er seine Taxifahrer besser auslasten will. "Das Geschäft mit Essenslieferungen ist attraktiver als Teil eines Fahrdienstleisters, als wenn es ganz für sich betrieben wird", sagte einer der erfolgreichsten Tech-Fondsmanager der vergangenen Jahre.

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