"Der Tag mit mm premium" Der Tag mit unverschämt erfolgreichen Kreuzfahrern

Was heute wichtig war - die Wirtschaftsnews des Tages:

Ihre Wege trennen sich: Tesla-Boss Elon Musk und sein Mastermind JB Straubel.

Ihre Wege trennen sich: Tesla-Boss Elon Musk und sein Mastermind JB Straubel.

Foto: REUTERS

  • Läuft gerade nicht für Elon Musk. Der Tesla-Gründer und Prophet des Elektroautos verliert seinen wohl wichtigsten Mitstreiter. Jeffrey Brian "JB" Straubel, Mitgründer und vor allem technisches Mastermind von Tesla, zieht sich aus dem operativen Geschäft zurück. Für Musk scheint es langsam eng zu werden: Straubel ist längst nicht der erste Topmanager, der die Firma verlässt. Und auch die gestern präsentierten Zahlen waren schlechter als erwartet. Womöglich beginnt für Tesla nun eine entscheidende Phase.
  • Über den Vision Fund, der maßgeblich von den berüchtigten Ex-Tradern der Deutschen Bank geführt wird, ist die japanische Firma Softbank ja bereits zum global größten Wagniskapitalgeber aufgestiegen (hier beschreiben wir ausführlich, wie der weltgrößte Tech-Fonds arbeitet ). Nun hat das Unternehmen einen zweiten Fonds aufgelegt. Umfang: 108 Millarden Dollar, die ebenfalls in Tech-Firmen fließen sollen. Das Geld (das unter anderem von Microsoft, Apple und Foxconn stammt) dürfte die Bewertungen in dem Sektor weiter treiben.
  • In einem wichtigen Schadenersatzprozess um den Unkrautvernichter Glyphosat muss der Bayer-Konzern nun doch nicht zwei Milliarden Dollar sondern nur noch knapp 87 Millionen Dollar zahlen. Für Bayer-Chef Werner Baumann, mit dem wir gerade erst sehr ausführlich über seine Sorgen nach der Monsanto-Übernahme  gesprochen haben, ist das eine gute Nachricht.
  • Wie schon andere Autobauer und Autozulieferer in dieser Woche meldete heute auch Renault Probleme. Der französische Konzern warnte vor weiter sinkenden Zahlen, nachdem im ersten Halbjahr der Umsatz um gut 6 Prozent und der Gewinn um fast die Hälfte eingebrochen waren. Die Branche hat ganz offensichtlich ein Problem.
  • Ganz anders sieht es bei diesen Unternehmen aus, deren Quartalszahlen wir heute eingehender für Sie analysiert haben: Amazon meldete abermals einen Milliardengewinn (wenn auch dieses Mal keinen neuen Rekord); die Google-Mutter Alphabet übertraf alle Erwartungen; und beim weltgrößten Nahrungsmittelkonzern Nestlé zeigt der Umbau Wirkung.

Unsere Empfehlungen fürs Wochenende:

Rutsche mit Aussicht: An Bord des Megaschiffs "Harmony of the Seas".

Rutsche mit Aussicht: An Bord des Megaschiffs "Harmony of the Seas".

Foto: Alberto Bernasconi/laif

  • Das Image der Kreuzfahrt-Branche ist zurzeit nicht das beste. Die Abgase aus den Schloten, die Touristenmassen, die sie auf Städte wie Venedig loslassen. Dabei ist das Geschäftsmodell geradezu unverschämt gut. Die Margen sind höher als in jedem anderen Segment der Touristik. Die Digitalisierung kann den Spaßreedern nichts anhaben. Und die Steuersparmodelle sind sogar noch effektiver als die von Apple oder Facebook. Lesen Sie unseren großen Report: Die Goldflotte. 
  • Ron Sommer war lange als "Mr. Telekom" einer der berühmtesten deutschen Manager. Jetzt wird er 70, und sollten Sie sich fragen, was er eigentlich macht: Bitte, hier ist die Antwort.

Was Anleger wissen sollten:

Russisch-orthodoxe Ökonomie: Wladimir Putin.

Russisch-orthodoxe Ökonomie: Wladimir Putin.

Foto: REUTERS

  • Wie jeden Freitag präsentieren wir unseren premium-Abonnenten ausgesuchte Originaltexte aus dem aktuellen "Economist". Heute geht es um das Putin-Prinzip. Legen Anleger nämlich ihr Geld in Schwellenländern an, bekommen sie es bei allen Chancen mit einem Risiko zu tun: An der Spitze dieser Länder stehen oftmals Autokraten. Das kann sich (wie in der Türkei) als für Investoren verheerend herausstellen. Auf welche Autokraten Anleger setzen sollten. 
  • Die Ankündigung der Europäischen Zentralbank, die Geldpolitik weiter lockern zu wollen, löste bei Anlegern Freude aus. Dabei verbergen sich hinter Draghis Worten eigentlich nur: schlechte Nachrichten. In unserer Kolumne erklären wir, warum das so ist: Das Missverständnis zwischen Börsianern und EZB.

Haben Sie Wünsche, Anregungen, Informationen, um die wir uns journalistisch kümmern sollten? Wir freuen uns auf Ihre Post unter chefredaktion@manager-magazin.de. 

Genießen Sie Ihren Abend und Ihr Wochenende!

Herzlich, Ihr Lukas Heiny