Donnerstag, 19. September 2019

Vor drei Jahren: Datenklau von mehr als 1 Milliarde Konten Yahoo verschwieg gigantischen Daten-Diebstahl

Steht beruflich gerade nur mittelmäßig da: Yahoo-Chefin Marissa May.

Schon drei Jahre ist ein gigantischer - und vor allem erfolgreicher - Hackerangriff auf Yahoo-Nutzer her. Dass der Konzern das Debakel erst jetzt bekannt macht, hat mit seinem geplanten Verkauf zu tun.

Mehr als eine Milliarde Nutzer des US-Internetanbieters Yahoo sind nach Angaben des Unternehmens Opfer eines bislang unbekannten Hackerangriffs im Jahr 2013 geworden. Die Hacker hätten wahrscheinlich im August 2013 persönliche Daten von mehr als einer Milliarde Konten erbeutet, teilte Yahoo mit. Die Attacke sei von einer "nicht autorisierten dritten Partei" geführt worden.

Es handele sich wohl um einen anderen Vorfall als den Hackerangriff von 2014, bei dem rund 500 Millionen Konten betroffen waren. Diesen Angriff hatte Yahoo im September dieses Jahres bekannt gemacht. Dabei ging es den Angaben zufolge um persönliche Daten wie Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Geburtsdaten und verschlüsselte Passwörter.

Auch bei dem nun bekannt gewordenen Hackerangriff - gemessen an der Zahl betroffener Nutzer ist es der bislang größte bekanntgewordene überhaupt - soll es sich laut der Mitteilung um solche persönlichen Daten gehandelt haben. Informationen über Bankkonten oder Zahlungsmethoden seien nicht gestohlen worden.

Der Konzern vermutet, dass beide Attacken von denselben Angreifern im Auftrag eines Staates ausgingen. Welchem Land sie zugerechnet werden, ist bis heute nicht mitgeteilt worden.

Die jüngste Mitteilung Yahoos könnte die geplante Übernahme durch den Telekommunikationsriesen Verizon weiter gefährden: Schon nach Bekanntwerden des Hackerangriffs von 2014 wollte Verizon in Nachverhandlungen den Preis drücken. Nun teilte Verizon mit, den im Juli ausgehandelten Kauf des Yahoo-Webgeschäfts für 4,8 Milliarden Dollar prüfen zu wollen.

Spiegel Online, soc

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