Smarte Mobilität Computerspiele sollen das Stau-Problem lösen

Von Arne Gottschalck
Nichts geht mehr, vor allem in der Sommerzeit, in der alle in den Urlaub fahren wollen. Doch auch beim täglichen Pendeln knirscht es oft

Nichts geht mehr, vor allem in der Sommerzeit, in der alle in den Urlaub fahren wollen. Doch auch beim täglichen Pendeln knirscht es oft

Foto: Bodo Marks/ dpa

Computer-Spiele sind etwas für Kinder und kindische Erwachsene, so das Vorurteil. Irrtum - denn sie könnten helfen, das Problem der Pendler zu lösen. Darauf zumindest setzt der Autohersteller Ford: Ford hat quergedacht und mit der Ford Smart Mobility Challenge einen Wettbewerb ausgelobt, dessen Gewinner 10.000 Euro einstreichen kann. Präsentiert wurde die Idee auf der Branchenmesse Gamescom, berichtet Bloomberg .

"Es dreht sich vor allem um Regeln und um Mechaniken", sagt Björn Bartholdy, Professor für Mediendesign und Co-Direktor des Kölner Game Lab. Er hat mit Ford gemeinsam den Wettbewerb ausgeheckt. Wegen dieser Eigenheiten "helfen Spiele uns, komplexe Systeme zu verstehen - und Mobilität ist ein sehr komplexes System geworden."

Zum Beispiel, indem Spiele Pendler daran erinnern, bei guten Wetter doch mal zu Fuß zu gehen oder das Rad zu nutzen. Oder eben Car-sharing zu betreiben. "Die meisten Menschen sind in Mobilitätsdenkmustern gefangen", nennt es Will Farrelly, der für Ford Smart Mobility arbeitet. Das bedeutet: Einmal Autofahrer, immer Autofahrer.

Dabei legen Pendler nicht nur Wert darauf, zeitig anzukommen, sondern auch auf die Qualität des Pendelns. "Es ist ein echter Wert, erholt anzukommen", sagt Farrelly. Da sollen die Spiele ins Spiel kommen.

"Wenn wir ein wirklich sinnvolles Tool finden, das Verhalten der Menschen zu ändern, glaube ich daran, dass wir dort investieren werden." Und Spiele könnten nun einmal tatsächlich das Verhalten der Menschen ändern - und den Unternehmen die Möglichkeit geben, ihre Dienstleistungen effizienter zu planen.

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