Neuer Streit in Sicht Whatsapp veschlüsselt alles und brüskiert FBI

Die beliebte Messenger-App Whatsapp verschlüsselt künftig seine Inhalte. Dadurch können Texte, Fotos, Videos oder Anrufe nicht mehr von dem Kommunikationsdienst eingesehen werden - und so auch nicht an Sicherheitsbehörden weitergegeben werden.
Der Messenger-Dienst Whatsapp schaltet Ende-zu-Ende-Verschlüsselung scharf

Der Messenger-Dienst Whatsapp schaltet Ende-zu-Ende-Verschlüsselung scharf

Foto: dpa/ picture alliance / dpa

Alle Inhalte, die über WhatsApp laufen, sind künftig mit einer sogeannten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt. Damit werden künftig Texte, Fotos, Videos oder Anrufe nur noch für die Nutzer sichtbar sein.

"Wir sind stolz darauf mitteilen zu können, dass wir einen technologischen Fortschritt erreicht haben, der Whatsapp zu einem Vorbild für den Schutz Ihrer Daten macht", kündigte Whatsapp am Dienstag auf seinem offiziellen Blog an. Auch Whatsapp selbst werde diese Inhalte nicht mehr sehen können, hieß es in der Mitteilung.

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung dürfte US-Behörden ärgern

Dies könnte zu Streit mit den Behörden führen. Erst kürzlich hatten die US-Behörden versucht, den Technologiekonzern Apple gerichtlich zu zwingen, ein Smartphone zu entsperren, um an die darauf enthaltenen Daten zu kommen. Nachdem sich Apple weiter weigerte, beim Aushebeln des Passworts auf dem iPhone zu helfen, kam das FBI schließlich mit Hilfe eines externen Dienstleisters an die Daten heran.

Der Schritt von WhatsApp dürfte nun die Spannungen zwischen dem Silicon Valley und Washington weiter verschärfen.

Der zu Facebook gehörende Messenger-Dienst Whatsapp wird nach Angaben des Unternehmens von einer Milliarde Menschen weltweit benutzt. Datenschützer hatten in der Vergangenheit immer wieder Sicherheitslücken bei dem Dienst bemängelt.

joh/dpa/ap
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