Samstag, 20. Juli 2019

Startup-Stories Diese Start-up-Chefs lehnten Milliarden-Offerten ab - und behielten Recht

Wollte sich nicht von Steve Jobs kaufen lassen - und hatte Erfolg damit: Dropbox-Gründer Drew Houston
Als Dropbox-Gründer Drew Houston im Dezember 2008 zu seinem Idol fährt, kennt sein iPhone bereits den Weg: Apples Adresse ist serienmäßig eingespeichert. Steve Jobs habe warm gelächelt, als er Houston und seinem Partner Arash Ferdowsi eröffnet habe, er nehme ihren Markt ins Visier, erinnert sich der heutige Milliardär knapp zwei Jahre später im "Forbes"-Magazin. "Er sagte, wir seien ein Feature, kein Produkt." 800 Millionen Dollar soll Jobs geboten haben, um Dropbox zu übernehmen; Houston selbst bestätigt eine "neunstellige Summe" - die er abgelehnt habe.

Auch wenn Dropbox bislang noch keinen Milliarden-IPO hingelegt hat: Die selbstbewusste Ablehnung scheint sich gelohnt zu haben. Das Unternehmen, das Cloud-Dienste anbietet, wird nach verschiedenen Finanzierungsrunden aktuell mit zehn Milliarden Dollar bewertet. Natürlich warnen Kritiker vor derart hohe Bewertungen von Start-ups, die keinen oder nur geringe Gewinne machen. Auch kühlt der Tech-Hype in den USA zuletzt eher ab - doch trotzdem erscheint es wahrscheinlich, dass Dropbox (400 Millionen registrierte Nutzer im Juni) derzeit mehr wert ist als die von Jobs gebotenen 800 Millionen Dollar.

Auch andere Tech-Start-ups sind in den vergangenen Jahren gut damit gefahren, riesige Übernahmeofferten auszuschlagen - zuletzt etwa Whatsapp und Snapchat. Andere Unternehmen haben derweil den bestmöglichen Zeitpunkt für einen Verkauf oder aber einen vielversprechenden Zukauf verpasst und sind mehr und mehr in der Bedeutungslosigkeit versackt. Ein Überblick:

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