Smartphone-Pionier Wird das Weiße Haus Blackberry untreu?

Blackberry könnte seinen wichtigsten Vorzeigekunden verlieren: Das Weiße Haus testet nach einem Zeitungsbericht derzeit Geräte der südkoreanischen Hersteller Samsung und LG. Apples iPhone sei nicht im Rennen.
Blackberry-Fan Obama: Das Weiße Haus testet jetzt neue Smartphones

Blackberry-Fan Obama: Das Weiße Haus testet jetzt neue Smartphones

Foto: AP

Washington - Im US-Präsidialamt würden derzeit Smartphones der südkoreanischen Hersteller Samsung und LG getestet, schrieb das "Wall Street Journal" am Donnerstag. Apples iPhones seien nicht darunter, hieß es unter Berufung auf eine informierte Person. Die Tests seien noch in einer frühen Phase.

US-Präsident Barack Obama ist als eingefleischter Blackberry-Nutzer bekannt. Um den besonderen Sicherheits-Anforderungen zu entsprechen, baute Blackberry nach früheren Informationen eine eigenständige Infrastruktur für das Weiße Haus auf.

Blackberry kämpft nach dem Flop eines neuen Touchscreen-Modells und massiven Einbußen bei Marktanteilen ums Überleben. Der neue Chef John Chen will das kanadische Unternehmen mit einem Fokus auf Firmenkunden, Sicherheit und die klassischen Blackberry-Tastaturen aus der Krise führen.

Dieser Turnaround gestalte sich zwar deutlich schwieriger als bei Sybase, dem Softwarespezialisten, den er davor wieder fit gemacht und dann an SAP verkauft hatte. Aber die Chancen stünden 50:50, dass der Tournaround gelinge und Blackberry wieder ein dominanter Spieler in der Techwelt werden könne, hatte Chen noch unlängst der "FT" in einem Interview  erklärt.

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Blackberry: Von Walldorf nach Waterloo

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