Dienstag, 22. Oktober 2019

Facebooks Konkurrenten Wer Zuckerberg auf den Fersen ist

6. Teil: Emerging Markets: WeChat und Jana

Handy-Nutzerin in Kenia: Mobil statt am Desktop online
Die Situation erinnert ein wenig an Yahoo und Alibaba: Naspers, das größte afrikanische Medienunternehmen, habe im Jahr 2001 für 32 Millionen Dollar gut 45 Prozent am damaligen Startup und heutigen Weltkonzern Tencent gekauft, schreibt die "Huffington Post" in einer Analyse des afrikanischen Social-Media-Marktes. Nach wie vor hält das Unternehmen immer noch 34 Prozent - deren Wert von etwa 54 Milliarden Dollar fast 95 Prozent von Naspers Börsenwert ausmachten.

Auch weil die Chinesen durch diese Kooperation bereits einen Fuß in der Tür hätten, glaubt die "HuffPo", dass WeChat zur einzigen App werde, die afrikanische Internetnutzer brauchten. Schon heute sei sie auf fünf Millionen südafrikanischen Smartphones vertreten. Zudem habe das Management auf dem Heimatmarkt Erfahrungen damit gesammelt, in einem sich entwickelnden Markt Erfolge zu erzielen, in dem das Smartphone für viele Menschen der erste und einzige Zugang zum Internet sei.

Der kleine Konkurrent aus Boston

"Forbes" hat derweil ein anderes Unternehmen als "Facebooks größten Konkurrenten in Emerging Markets" identifiziert: das Bostoner Startup Jana. Das Unternehmen habe in der Vergangenheit Unternehmen wie Twitter Börsen-Chart zeigen, Amazon Börsen-Chart zeigen und Google dabei geholfen, in Indien, Indonesien oder Brasilien Fuß zu fassen, in dem es dortigen Kunden ermöglicht habe, Apps kostenlos herunterzuladen und zu testen - die Unternehmen, deren Apps promotet würden, übernähmen die Kosten.

"Der Grundgedanke ist es, Leuten zu ermöglichen, Apps risikolos so lange zu nutzen, bis sie sagen können, ob sie ihr Leben bereichern oder nicht", zitiert "Forbes" Jana-Chef Nathan Eagle. Bislang habe dieser Ansatz Erfolg: Auch nach kostenlosen Probezeiten blieben die Kunden dran.

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