Mittwoch, 1. April 2020

Vergleich Warum Rocket-Chef Samwer mit seinem Alibaba-Vergleich falsch liegt

Rocket-Internet-Chef Samwer: Seine Vision ist es, mit Rocket Internet den größten Online-Marktplatz außerhalb Chinas und den USA aufzubauen

4. Teil: Bilanzen und Fazit

Alibaba ist aufgrund seines Vermittler-Geschäftsmodells hoch profitabel. In den ersten neun Monaten des Jahres 2013 fuhr das Unternehmen aus Hangzhou einen Gewinn in Höhe von 2,8 Milliarden US-Dollar (2,18 Milliarden Euro) ein bei Umsätzen von 6,4 Milliarden US-Dollar (4,98 Milliarden Euro). Der Verzicht auf eigene Warenbestände zahlt sich damit voll aus.

Rocket Internet hat mit seinen umsatzstärksten Startups wie Dafiti, Home24 und Lamoda im vergangenen Jahr Umsatzerlöse von 743 Millionen Euro bei Verlusten von 432 Millionen Euro eingefahren. Die Verluste gerade bei Hoffnungsträgern wie dem brasilianischen Dafiti und dem russischen Lamoda sind von 2012 auf 2013 gestiegen. Gewinne, üppige Margen gar wie bei Alibaba, liegen damit in weiter Ferne.

Fazit: Wer Alibaba-Aktien halten will, sollte sich keine Rocket-Papiere kaufen, denn Rocket Internet ist in wesentlichen Punkten ein Gegenmodell zu den Chinesen. Einzige Gemeinsamkeit: In beiden Fällen handelt es um bunte Unternehmens-Verbünde, die nicht nur einen US-Herausforderer in Schach halten wollen, sondern gleich gesamte Branchen.

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