Qualcomm schließt Millionen-Vergleich Einmal Diskriminierung für 19,5 Millionen Dollar

Frauen im Wirtschaftsleben: Den US-Chiphersteller Qualcomm kosten Diskriminierungsvorwürfen nun knapp 20 Millionen

Frauen im Wirtschaftsleben: Den US-Chiphersteller Qualcomm kosten Diskriminierungsvorwürfen nun knapp 20 Millionen

Foto: DPA

Den US-Chiphersteller Qualcomm kommt seine offenbar diskriminierende Geschäftspolitik teuer zu stehen. Um einen zeitraubenden und vor allem potenziell extrem image-schädlichen Prozess zu vermeiden, hat sich das Unternehmen mit den Vertretern einer Diskriminierungsklage auf die Zahlung von 19,5 Millionen Dollar geeinigt, wie verschiedene US-Medien übereinstimmend  berichten.

Die Frauen hatten dem Unternehmen vorgeworfen, sie grundsätzlich schlechter zu bezahlen als ihre männlichen Gegenparts. Außerdem warfen sie dem Konzern vor, sie beim beruflichen Aufstieg massiv zu benachteiligen.

Vorwürfe, die Qualcomm bestreitet. Allerdings sind laut "Wall Street Journal" tatsächlich nur 15 Prozent aller Führungskräfte in dem Konzern weiblich.

Auf einen Prozess will es der Chiphersteller aber offenbar nicht ankommen lassen. und stattdessen lieber zahlen und an seinen konzerneigenen Regeln arbeiten.

Ein Gericht muss den Deal allerdings noch absegnen.

Wirklich viel werden die rund 3300 Frauen, die von dem Deal betroffen sind, aber wohl nicht von der Einigung haben. Abzüglich der rund 30 Prozent, die für die Anwälte draufgehen, dürften jeder betroffenen Frau weniger als 4000 Dollar vor Steuern bleiben, rechnet das "Wall Street Journal"  vor.

Eine Beförderung dürfte da finanziell deutlich lohnenswerter sein.

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