Yahoo und AOL sollen fusionieren Verizon schluckt Yahoos Web-Geschäft

Der Name Yahoo gehört fest zur Internet-Geschichte. Nach einem langen Niedergang wird das Web-Geschäft des einstigen Pioniers nun für wenige Milliarden Dollar vom Telekom-Riesen Verizon geschluckt.
Abschied: Für Yahoo-CEO Marissa Mayer ist der Verkauf finanziell attraktiv

Abschied: Für Yahoo-CEO Marissa Mayer ist der Verkauf finanziell attraktiv

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Die Körpersprache der IT-Chefs: Was Mayer, Bezos und Page unbewusst über sich verraten

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Der Web-Pionier Yahoo verliert nach über 20 Jahren seine Eigenständigkeit. Das Web-Geschäft wird vom Telekom-Konzern Verizon übernommen. Der Kaufpreis liegt bei rund 4,8 Milliarden Dollar, wie die Unternehmen am Montag mitteilten. Verizon will Yahoo mit seiner Internet-Tochter AOL zusammenlegen, um besser mit Google  und Facebook  bei Online-Werbung konkurrieren zu können.

In der alten Yahoo-Gesellschaft bleiben die Beteiligungen an der chinesischen Online-Plattform Alibaba und Yahoo Japan.

Verizon galt in dem monatelangen Verkaufsprozess schon lange als der aussichtsreichste Bewerber. Nach bisherigen Informationen will der Telekom-Riese Yahoo mit seiner Internet-Sparte AOL zusammenlegen. Die Hoffnung dabei sei, dass man so einen schlagkräftigeren Konkurrenten für Google und Facebook bei Online-Werbung aufbauen könne.

Yahoo hatte sich zum Verkauf gestellt, nachdem es nicht gelungen war, die Beteiligung an Alibaba steuerfrei für die Aktionäre abzuspalten. Nun wurde stattdessen das Kerngeschäft abgestoßen.

Der Verkauf markiert das Ende der Unabhängigkeit für eine der bekanntesten Firmen in der Internet-Wirtschaft. Yahoo war vor über 20 Jahren als Verzeichnis von Webseiten gegründet worden. Dienste des Konzerns wie etwa E-Mail haben hunderte Millionen Nutzer, Yahoo tat sich jedoch schon seit Jahren schwer, das in Einnahmen umzumünzen. Das Geld wird vor allem mit Online-Werbung gemacht - und in diesem Geschäft wurde Yahoo immer mehr von Google und Facebook abgehängt.

Marissa Mayer will bei Yahoo bleiben

Mehrere Chefs versuchten erfolglos, das Steuer bei Yahoo herumzureißen. Zuletzt hatte die ehemalige Google-Managerin Marissa Mayer vier Jahre Zeit dazu. Sie setzte auf einen Ausbau des Medienangebots, Investitionen in eigene Anstrengungen bei der Web-Suche und wollte jüngere Nutzer mit dem Kauf der Blog-Plattform Tumblr für rund eine Milliarde Dollar anlocken. Doch zuletzt fielen die Netto-Werbeerlöse allein im vergangenen Quartal um rund ein Fünftel und über zwei Runden von Wertberichtigungen sind rund zwei Drittel des Tumblr-Kaufpreises raus aus den Büchern.

Yahoo-Chefin Marissa Mayer erklärte, sie wolle nach dem Verkauf an den Telekom-Riesen Verizon weiter in dem Unternehmen bleiben. "Ich persönlich plane, zu bleiben", schrieb sie in einem Blogeintrag am Montag. Nach bisherigen Informationen könnte Mayer bis zu 55 Millionen Dollar einsacken, wenn sie nach einer Übernahme von Yahoo ihren Job verlieren würde.

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