Fahrdienst will Essen liefern - Start in München und Berlin Uber kommt mit Essenlieferdienst nach Deutschland

Essen ist fertig: Uber kommt mit seinem Essenslieferdienst Uber Eats offenbar nach Deutschland

Essen ist fertig: Uber kommt mit seinem Essenslieferdienst Uber Eats offenbar nach Deutschland

Foto: Louis C. Jacob

Nachdem Anfang Juni das Frankfurter Landgericht das Verbot von Uber-Pop bestätigt hat, greift Uber nun offenbar zu einer anderen Strategie, um dennoch auf dem deutschen Markt Präsenz zu zeigen. Und zwar mit dem hauseigenen Essenslieferdienst Uber Eats.

Wie aus mehreren Stellenausschreibungen  auf der Webseite des Unternehmens hervorgeht, ist offenbar ein Start in Berlin und München vorgesehen. Jedenfalls sind in beiden Städten jeweils fünf Uber-Eats-Stellen ausgeschrieben, wie das Start-up-Magazin Gründerszene.de als erster berichtete .

Mit Uber Eats können sich Kunden Essen von einer Reihe beteiligter Restaurants aussuchen und gegen Zahlung einer Gebühr nach Hause liefern lassen. In einigen Stadtgebieten gibt es auch die Option der Sofortlieferung, die eine Lieferung innerhalb von rund zehn Minuten garantiert. Ein in den USA außergewöhnlich erfolgreiches Konzept.

"Technologie noch besser einsetzen"

Uber selbst wollte den Start seines Essenslieferdienstes gegenüber manager-magazin.de nicht bestätigen, räumte aber ein, dass sich das Unternehmen Berlin als mögliche Uber-Eats-Stadt ansehe. "Es gibt aber noch keinen Starttermin", erklärte ein Sprecher. In einem manager-magazin.de zugesandten Statement hieß es zudem, Uber denke immer darüber nach, "wie wir unsere effiziente Technologie noch besser dafür einsetzen können, um Nutzern, Fahrern und der Wirtschaft und Mobilität vor Ort Vorteile zu verschaffen."

Angesichts der juristischen Rückschläge, die Uber hierzulande verkraften musste, ist das keine überraschende Strategie. Ist es dem Unternehmen doch so möglich, weiter im wichtigen deutschen Markt präsent zu bleiben und Erfahrungen mit deutschen Nutzern zu sammeln.

Angriff auf Foodora

Seine Angebotspalette hatte Uber angesichts einer Vielzahl von Klagen und einem bundesweiten Verbot seines populärsten Dienstes Uber Pop in den vergangenen Jahren deutlich eindampfen müssen.

So vermittelt Uber in Berlin aktuell vor allem Taxis zu regulären Taxipreisen und arbeitet bei seinem Angebot UberX mit dem externen Beförderungsunternehmer MyChauffeur zusammen. Frankfurt und Düsseldorf tauchen indes gar nicht mehr auf der Städteliste  der Uber-Internetseite auf.

Mit Uber Eats dürften die US-Amerikaner solche Rechtsstreitigkeiten nicht haben, schließlich findet das Personenbeförderungsgesetz hier keine Anwendung. Und ähnliche Dienste existieren bereits, wie beispielsweise das zu Delivery Hero gehörige Foodora.

Aktuell ist Uber Eats in mehr als zehn US-amerikanischen Metropolen verfügbar, sowie in einzelnen Städten in Kanada, Australien und Singapur sowie in London und Paris. In Toronto beispielsweise kostet die Essenlieferung via Uber 4,99 kanadische Dollar (rund 3,50 Euro). Die Sofortlieferung schlägt mit zusätzlich 2,99 Dollar zu Buche.

Wie Uber, Gett & Co die Mobilität revolutionieren wollen