Dienstag, 23. Juli 2019

Bietergefecht um Nokias Kartendienst Uber bietet drei Milliarden Dollar für "Here"

Uber-Zentrale in San Francisco: Umstrittener Fahrtenvermittler

Der umstrittene Fahrdienst-Vermittler Uber bietet bis zu drei Milliarden Dollar für Nokias Kartendienst "Here". Das schrieb die "New York Times" am späten Donnerstag unter Berufung auf informierte Personen. Ein derartiges Gebot könnte den Kaufpreis in die Nähe von Nokias Vorstellungen rücken. Aktuell wären das umgerechnet 2,67 Milliarden Euro. Der finnische Konzern strebt nach Informationen des Finanzdienstes Bloomberg bis zu drei Milliarden Euro an.

Wie das manager magazin in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, bereiten neben Uber auch die Autobauer BMW, Audi und Mercedes-Benz ein Gebot vor. Die deutschen Marken wollen sich dazu mit der chinesischen Internet-Firma Baidu verbünden. Facebook gilt ebenfalls als möglicher Käufer. Zudem soll Nokia auch Apple angesprochen haben.

Nokia hatte sich nach dem Verkauf seiner Handy-Sparte an Microsoft vor allem auf das Geschäft mit Ausrüstung für Telekommunikations-Netze konzentriert. Der Kartendienst ist das zweite, wenn auch deutlich kleinere Standbein.

Jetzt will Nokia mit der Milliarden-Übernahme des Konkurrenten Alcatel-Lucent zum weltgrößten Netzwerk-Ausrüster werden - und den Zukauf auch durch den Verkauf von Here finanzieren. Es werde damit gerechnet, dass Nokia den Deal Ende Mai abschließen kann, schrieb die "New York Times".

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ts/dpa-afx

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