Montag, 9. Dezember 2019

Neue, besonders günstige Online-Broker So können Anleger dank Technik Kosten sparen

Aktienhändler in New York: Über Plattformen wie Trade Republic, Just Trade oder Gratisbroker können Anleger günstiger investieren.
Brendan McDermid/ REUTERS
Aktienhändler in New York: Über Plattformen wie Trade Republic, Just Trade oder Gratisbroker können Anleger günstiger investieren.

Dank Digitalisierung und moderner Technik kommt Bewegung in den Vertrieb von Aktien, Indexfonds und anderen Wertpapieren: Einige neue Broker treten gegenwärtig mit Angeboten am Anlagemarkt an, die für Investoren deutlich kostengünstiger sind, als bisherige Offerten etablierter Player wie Comdirect, ING und Co. Wer sich bei den Neulingen einklinkt, erhält ein mehr oder weniger breites Spektrum an Investmentmöglichkeiten, muss allerdings ob der schlanken Aufstellung auf besondere Leistungen etwa beim Service oft verzichten.

Als erstes Unternehmen der neuen Generation ging Trade Republic an den Start. Die Maxime des Start-ups aus Berlin, das 2015 gegründet wurde und inzwischen eigenen Angaben zufolge bereits rund 60 Leute beschäftigt: "Wertpapierhandel gehört auf das Handy und Provisionen zur Vergangenheit."

Trade Republic habe Brokerage auf Grundlage der heutigen technischen Möglichkeiten völlig neu gedacht, sagt Mitgründer Christian Hecker. Das Ergebnis sei die Smartphone-App - Trade Republic ist ausschließlich mobil nutzbar -, die den Wertpapierhandel für Kunden stark automatisiere und komfortabel sowie zugleich kostengünstig mache.

Das heißt: Pro Transaktion berechnet Trade Republic lediglich eine sogenannte Fremdkostenpauschale von einem Euro. Darüber hinaus: Keine Gebühren, keine Provisionen, nichts weiter. Nur bei einigen Sonderleistungen wie der Eintragung von Namensaktien fallen zusätzliche Kosten an.

Die Produktpalette, auf die Kunden zu diesen Konditionen zugreifen können, ist zwar eingeschränkt. Für den Großteil der durchschnittlichen Anleger sollte sie aber ausreichen: Mehr als 7300 Aktien lassen sich auf Trade Republic eigenen Angaben zufolge handeln, dazu 500 Indexfonds sowie etwa 40.000 Derivate. Zudem bietet Trade Republic seit Kurzem Sparpläne auf 280 Exchange Traded Funds (ETFs) des Weltmarktführers Blackrock an.

Besonders betont Mitgründer Hecker die eigene Banklizenz, über die sein Unternehmen seit diesem Jahr verfügt. Trade Republic werde damit von der Finanzaufsicht Bafin beaufsichtigt. "Im Gegensatz zu anderen Anbietern sind wir eine eigene Bank und kein vertraglich gebundener Vermittler", so Hecker.

Damit spielt Hecker direkt auf die Konkurrenz an. Das ist zum einen der Online-Broker Just Trade, hinter dem mit dem Frankfurter Start-up JT Technologies sowie der Sutor Bank gleich zwei Unternehmen stehen, eins für die technische Umsetzung und eins für das Finanzgeschäft, sprich die Führung von Konten und Depots.

Seite 1 von 2

© manager magazin 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung