Sonntag, 25. August 2019

Facebook mischt Dating-Markt auf So läuft das Tinder-Geschäft

4. Teil: Alle 16 Monate verliebt sich ein Finanzinvestor in Parship Elite

Parship-Elite-Chef Tim Schiffers
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Parship-Elite-Chef Tim Schiffers

Als "führender Anbieter für Online-Partnervermittlung in Europa" sieht sich auch die Hamburger Parship Elite Group - die allerdings voll auf das traditionelle Geschäftsmodell im Gegensatz zu den schnellen Apps setzt. Gerade besserverdienende Singles mit wenig Zeit, so das Kalkül, geben lieber etwas mehr Geld für ernsthafte Partnersuche anstelle des Tinder-Einerlei aus und investieren auch den Aufwand, sorgfältig mit Fragebogen ihr Profil zu gestalten.

Tatsächlich werden die Abos, die nominell teils mehr als 50 Euro Monatsgebühr kosten, oft mit hohem Rabatt angeboten. Tinder und Co. wirken anscheinend als Preisbrecher.

Parship Elite hat eine Serie von Besitzerwechseln in kurzer Zeit hinter sich. Zum Jahresbeginn hat der gerade aus dem Dax ausgeschiedene Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 Börsen-Chart zeigen das Unternehmen in das digitale Handelsgeschäft Nucom ausgegründet, mit dem US-Finanzinvestor General Atlantic als Minderheitspartner.

Riesigen Gewinn hat mit Parship Elite vor allem die Private-Equity-Firma Oakley Capital gemacht, die in 16 Monaten Beteiligung ihren Einsatz mehr als verdreifacht hat. Die Geschäftsaussichten sind aber nicht mehr ganz so rosig. Statt 10 Prozent rechnet das Unternehmen nur noch mit 4,6 Prozent jährlichem Wachstum. Für 2017 weist der Geschäftsbericht von ProSieben einen Jahresverlust der Parship Elite Group von 1,9 Millionen Euro aus.

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