Dienstag, 22. Oktober 2019

Facebook mischt Dating-Markt auf So läuft das Tinder-Geschäft

3. Teil: Ein Mann profitiert am meisten vom Dating-App-Boom

Tinder ist klarer Marktführer der Dating-Apps

Tinder wurde aus dem texanischen Unternehmen Match heraus 2012 gegründet. Damit hat sich der Pionier des Online-Datings in den USA mit einer seit 1993 bestehenden Plattform seinen wichtigsten Herausforderer selbst geschaffen, bevor es ein anderer tut. Match.com selbst läuft weiter mit mehr als 100 Millionen registrierten Nutzern, die zwar weniger hektische Swipe-Bewegung entfalten als die Tinder-Kunden, aber für verlässliche Zahlungsströme sorgen.

Seit einigen Jahren hat Match zudem einige der wichtigsten Wettbewerber gekauft, beispielsweise das in Nordamerika und Brasilien populäre Plenty of Fish oder OKCupid, eine ebenso spielerische, aber weniger oberflächliche Tinder-Alternative. Mit der französischen Meetic kam der europäische Marktführer hinzu, einschließlich etablierter deutscher Plattformen wie dem früher zur Deutschen Telekom Börsen-Chart zeigen gehörenden LoveScout24 oder neu.de. In China - im Online-Dating ausnahmsweise nur der zweitgrößte Markt hinter den klar dominierenden USA - ist Match an Zhenai beteiligt, neuerdings als Juniorpartner des Finanzinvestors PAG Asia Capital.

Die mobilen Angebote verdrängen zwar die aufwändigeren und teureren Website-basierten Partnervermittlungen. Der schnelle Wandel zum Freemium-Abomodell sorgt aber inzwischen für satte Gewinnmargen, auch wenn die Erlöse noch überschaubar sind. Für 2017 meldete die Match Group einen Umsatz von 1,3 Milliarden Dollar und 350 Millionen Dollar Nettogewinn.

Die Match Group gehört mehrheitlich zum Internetkonzern IAC Börsen-Chart zeigen, ein Minderheitsanteil wurde 2015 separat an die Börse gebracht. Damals wurden die Aktien Börsen-Chart zeigen nur am unteren Ende der Preisspanne zu 12 Dollar gekauft. Seitdem stieg der Kurs fast auf 50 Dollar - bis zum Zuckerberg-Schock. Der brachte einen Einbruch auf 35 Dollar, doch das ist immerhin noch das Niveau von Anfang Februar. Hauptprofiteur der Rally ist IAC-Großaktionär Barry Diller.

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