Montag, 19. August 2019

Facebook mischt Dating-Markt auf So läuft das Tinder-Geschäft

2. Teil: Wie viel für Tinder von Facebook abhängt

Tinder setzt zunehmend auf freiwillige kostenpflichtige Angebote

Von Facebook hängt ziemlich viel ab. Tinder ist nur deshalb so einfach und zieht massenhaft Nutzer an, weil die App auf die im Facebook-Profil sowieso vorhandenen Daten wie Bilder oder persönliche Interessen zugreift. Werbung läuft über das Facebook Ad Network ein. Tinder ist also ein Musterbeispiel für ein Angebot, das sich in Facebooks Ökosystem eingerichtet hat.

Umgekehrt profitiert Facebook davon, dass zumindest ein Teil seiner zwei Milliarden Nutzer auch wegen Tinder (220 Millionen Mal heruntergeladen) im sozialen Netzwerk unterwegs ist. Allerdings lag der Gedanke nahe, einen solchen Dating-Dienst gleich selbst anzubieten.

Das Freemium-Modell lebt von der schieren Masse der Nutzer: Man muss nicht für den Dienst bezahlen, ein kleiner Teil tut es aber für Zusatzfunktionen wie ein höheres Ranking des eigenen Profils, Ausblenden der Werbung oder anonymes Beobachten. Zum erst seit 2015 angebotenen Abomodell "Tinder Plus" kommt nun das etwas teurere "Tinder Gold", zusammen mit inzwischen mehr als drei Millionen zahlenden Abonnenten.

Nach eigenen Angaben unter Berufung auf die Analyseplattform App Annie ist Tinder weltweit die Nicht-Spiele-App mit dem zweithöchsten Umsatz, nur übertroffen von Netflix Börsen-Chart zeigen. Profitabel ist das Unternehmen anscheinend auch - für Match insgesamt gilt das auf jeden Fall.

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