Grünes Licht für Bauarbeiten in Grünheide Tesla darf planieren - auf eigene Gefahr

Teslas Baugelände im brandenburgischen Grünheide

Teslas Baugelände im brandenburgischen Grünheide

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Elektroauto-Fabrik in Brandenburg: So sieht es auf Teslas größter Europa-Baustelle aus

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Der geplante Bau der ersten europäischen Fabrik des US-Elektroautoherstellers Tesla hat eine weitere Hürde genommen. Das Landesumweltamt in Brandenburg gab grünes Licht für die Planierung eines Teils des Geländes in Grünheide nahe Berlin. Das teilte die Sprecherin des Umweltministeriums, Frauke Zelt, am Dienstag in Potsdam mit. Zuvor hatte die "Märkische Oderzeitung" darüber berichtet.

Tesla wolle mit den Arbeiten unverzüglich beginnen. Die komplette umweltrechtliche Genehmigung steht noch aus. Tesla kann nun auf eigenes Risiko mit den Arbeiten beginnen und müsste den alten Zustand wiederherstellen, falls das endgültige grüne Licht ausbleibt.

Das Landesamt für Umwelt entschied am Montag laut Ministerium über die zweite Zulassung des vorzeitigen Baubeginns nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz für die Fabrik. Das Unternehmen kann den Oberboden auf rund 92 Hektar gerodetem Gelände abtragen und das Gelände einebnen. Dabei muss Tesla laut Ministerium darauf achten, dass es sich um ein Wasserschutzgebiet handelt. Bäume mit Fledermäusen bleiben erstmal stehen, bis die Tiere ihr Winterquartier verlassen haben. Flächen mit Nestern von Waldameisen sind tabu, bis die Tiere umgesiedelt worden sind.

Tesla will von 2021 an in Grünheide rund 500.000 Elektrofahrzeuge im Jahr bauen. 361 Kritiker hatten sich mit Einwänden gegen die Fabrik gewandt.

An der Börse ging es derweil nach drei Tagen mit Verlusten wieder aufwärts für Tesla: Im frühen Handel legten Tesla-Aktien etwa 7 Prozent zu. Konzernchef Elon Musk twitterte, dass das einmillionste Fahrzeug seines Unternehmens vom Band gerollt sei.

Aus einem chinesischen Regierungsdokument geht zudem hervor, dass der US-Elektroautobauer seine Produktionskapazitäten in China für bestimmte Autoteile hochfahren will. Weiter soll die Produktion in Shanghai beschleunigt werden. Tesla will bis zum Jahresende seine gesamte Lieferkette auch im wichtigen Automarkt China ansiedeln, der zuletzt durch die Coronavirus-Epidemie unter die Räder gekommen ist.

luk / dpa, rtr