Donnerstag, 22. August 2019

US-Mobilfunkmarkt T-Mobile investiert Milliarden für Frequenzen

T-Mobile am Times Square in New York: Milliardeninvestition, um Löcher im Mobilfunknetz zu stopfen. Die Gerüchte um einen baldigen Verkauf halten sich

Mit einem milliardenschweren Zukauf von Mobilfunkfrequenzen will die Telekom-Tochter T-Mobile USA ihre Netzabdeckung in wichtigen US-Ballungszentren verbessern. T-Mobile kauft beim Konkurrenten Verizon Wireless zu - und heizt damit Gerüchte um eine mögliche Übernahme weiter an.

New York - T-Mobile USA teilte am Montag mit, für insgesamt 3,3 Milliarden Dollar ein Frequenzpaket vom Marktführer Verizon Wireless zu übernehmen. Der Deal muss noch von den US-Regulierungsbehörden gebilligt werden. Mitte des Jahres soll das Geschäft unter Dach und Fach sein.

Mit den 700-Megahertz-Frequenzen kann T-Mobile USA nach eigenen Angaben sein Angebot für rund 150 Millionen Menschen ausbauen. "Dies ist eine hervorragende Möglichkeit, das Spektrum von Niedrigfrequenzen in vielen der Top-Märkte Amerikas zu sichern", erklärte der Chef der Telekom-Tochter, John Legere.

Für das Funkspektrum zahlt das Unternehmen den Angaben zufolge 2,36 Milliarden Dollar in bar. Außerdem gibt T-Mobile USA eigene Frequenzen im Wert von etwa 950 Millionen Dollar an Verizon ab.

T-Mobile ist Nummer vier auf dem US-Markt - aggressive Strategie

Die Telekom-Tochter ist nach Verizon Börsen-Chart zeigen , AT&T und Sprint die Nummer vier auf dem US-Markt. Mit einer aggressiven Strategie und Investitionen in sein Handynetz versucht das Unternehmen derzeit, der Konkurrenz Kunden abzujagen.

So bietet T-Mobile USA Mobilfunkverträge ohne die übliche Zweijahres-Bindung an. Außerdem plant das Unternehmen Medienberichten zufolge, Kunden anderer Mobilfunkanbieter mit einer Prämie von mehreren hundert Dollar zu einem Wechsel zu bewegen. AT&T hatte T-Mobile-Kunden vergangene Woche seinerseits mit einer Prämie von 450 Dollar gelockt.

Die Deutsche Telekom Börsen-Chart zeigen hatte ihre lange defizitäre US-Tochter im vergangenen Jahr mit dem kleineren Anbieter MetroPCS fusioniert. Zuvor war der Versuch, T-Mobile USA an AT&T zu verkaufen, am Widerstand der US-Wettbewerbshüter gescheitert.

Die Spekulationen über einen möglichen Verkauf der Telekom-Tochter halten sich aber hartnäckig: Im Dezember berichtete das "Wall Street Journal", dass nun der Telekom-Anbieter Sprint Börsen-Chart zeigen ein Übernahmeangebot vorbereite.

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