Samstag, 30. Mai 2020

Superbowl H&M startet TV-Shopping-Revolution

Fernseher: Die neue Generation von TV-Geräten
H&M

Der Modehändler H&M startet zum Superbowl in den USA ein millionenteures Experiment: In der Pause des Sportereignisses sollen Kunden per Fernbedienung ihres Smart-TVs die von David Beckham beworbene Unterwäsche kaufen können, ohne dafür das Programm zu verlassen.

Hamburg - Der Superbowl ist das Fernsehereignis in den USA. Wer hier werben will, muss tief in die Tasche greifen. 3,8 Millionen Dollar kosten 30 Sekunden Werbeplatz hier im Durchschnitt. Geld, das der Modekonzern H&M offenbar gern in die Hand nimmt. Denn die Schweden startet zum TV-Großereignis ein Experiment, dass der Kette Einblicke in die Zukunft des Einkaufens geben könnte.

Über die Fernbedienung können Nutzer bestimmter Smart-TVs nämlich noch während des Werbespots die von Werbeikone David Beckham ins rechte Licht gerückte Wäsche erstehen, ohne dafür das Fernsehprogramm verlassen zu müssen. Die für die technische Umsetzung verantwortliche Firma Delivery Agent sieht darin eine bahnbrechende Entwicklung für die Werbeindustrie, weil diese den Erfolg von Werbung nicht nur direkt messbar mache, sondern auch zwei lange voneinander getrennte Prozesse gelichzeitig ermögliche.

Die technische Basis ist da: Bislang steht in etwa jedem fünften amerikanischen Haushalt ein Smart-TV oder ein vergleichbares Gerät, dass es Nutzern ermöglicht, sich mit Internetdiensten zu verbinden.

Für H&M, die 2012 bereits einmal mit Werbung beim Superbowl präsent waren, war das Engagement bei dem US-Großereignis bislang eine Erfolgsgeschichte. Allein der damalige Beckham-Auftritt für die Modekette war den Twitter-Nutzern 114.000 Tweets wert. Das war mehr als der Tochdown von Superstar Victor Cruz.

mihec

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