Dienstag, 15. Oktober 2019

Beschwerde wegen App Store EU nimmt Klage von Spotify gegen Apple "sehr ernst"

Spotify App auf dem iPhone: Missbräuchliches Verhalten Apples in seinem App Store?

Die EU-Wettbewerbsbehörde will die Beschwerde des weltgrößten Musikstreamingdienstes Spotify gegen Apple Börsen-Chart zeigen genau prüfen. "Wir nehmen das sehr ernst", sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Donnerstag auf einer Kartellkonferenz in Berlin. Man werde sich das genau anschauen. "Aber offensichtlich ist es noch viel, viel zu früh zu sagen, was daraus wird."

Das schwedische Unternehmen hatte am Mittwoch eine Beschwerde in Brüssel eingereicht und warf darin dem iPhone-Hersteller missbräuchliches Verhalten mit seinem App Store vor. Der US-Konzern schränke die Möglichkeiten von Konkurrenten des Dienstes Apple Music und der Kunden darin auf unfaire Weise ein.


Lesen Sie auch: Die Fehler im Apple-System


Der Hauptvorwurf ist, dass Spotify Börsen-Chart zeigen im Jahr 2014 dazu gedrängt worden sei, Apples Bezahlsystem für In-App-Käufe zu nutzen. Die Gebühr dafür habe dazu geführt, dass Spotify den Monatspreis für den Premiumdienst von 9,99 auf 12,99 Euro habe erhöhen müssen, gerade als 2015 Apple Music zu einem Preis von 9,99 Euro an den Start gegangen sei.

Mit dem Stopp der Nutzung des Apple-Kaufsystems habe Spotify dann weitere Nachteile wie etwa Einschränkungen für Kunden bei den Möglichkeiten für ein Upgrade auf das kostenpflichtige Paket erlitten, erläuterte das Unternehmen.

Zudem würden durch die App-Store-Regeln unter anderem Weiterleitungen zu Werbeaktionen behindert, die gerade für das Geschäft von Spotify unerlässlich seien. Solche Einschränkungen gebe es beim konkurrierenden Handy-Betriebssystem Android von Google Börsen-Chart zeigen nicht.

Technologie-Analysten warnen seit längerem, dass Apples App-Store juristisch abzuschmieren droht. Ben Thompson findet bei Apple etwa "das eindeutigste Beispiel von wettbewerbswidrigem Verhalten im Valley". "Undenkbar", sagt Thompson, "dass Microsoft damit durchgekommen wäre, einen 30-Prozent-Anteil von jedem Windows-Programm einzustreichen."

la/reuters

© manager magazin 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung